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Test

Nikon Z 30 im Test: besser als die Sony VZ-E10?

Von Nikon gibt es mit der Z 30 eine neue APS-C-Kamera, die dank kompaktem Gehäuse fürs Vlogging optimiert wurde. Wir haben die Kamera getestet und zeigen Ihnen hier, wie gut die Neuheit ist – inklusive eines Vergleichs mit der Konkurrentin von Sony, der ZV-E10.

Nikon Z 30 Test

Pro & Kontra 

+ Super Bildqualität
+ Schneller, präziser Autofokus
+ Fair bepreist: 799 Euro
+ Dreh- und schwenkbares Display
+ Kompaktes Vlogging-Gehäuse …
- … dafür aber auch ohne Sucher
- Ohne integrierten Bildstabilisator
- Ohne Joystick und Kopfhöreranschluss

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 91,0 %
  • Ausstattung & Bedienung (35 %): 60,2 %
  • Geschwindigkeit (15 %): 86,6 %
  • Video (10 %): 85,5 %
  • Gesamtbewertung: GUT, 79,0 %

Neben der Canon EOS R10 hat auch Nikon mit der Z 30 ein neues Einstiegsmodell im spiegellosen Kamerasegment präsentiert. Allerdings ist die Z 30 grundlegend anders konzipiert: Mit Verzicht auf einen Sucher ist klar, wer im Fokus steht: Vlogger, die eine Wechselobjektivkamera suchen, die so mobil ist, dass sie sich überall hin transportieren lässt.

Nikon spricht alle an, die ihre Videos bislang mit dem Smartphone aufgenommen haben und mit der Z 30 auf das nächste Level der Videografie aufsteigen möchten. Das Konzept klingt einleuchtend: eine 350 Gramm leichte APS-C-
Kamera mit Videoaufzeichnung in bis zu 4K mit 30p und einem integrierten Stereomikrofon auf der Kameraoberseite.

Wer eine Kamera dieser Klasse suchte, war bislang mit der ZV-E10 von Sony bestens aufgehoben. Doch zum Vergleich mit dem Konkurrenzmodell später mehr. Widmen wir uns erst einmal den Daten der Z 30. 

Lobenswerte Bildqualität

Der APS-C-Sensor der Z 30 löst 20,9 Megapixel auf. Der Bereich der Lichtempfindlichkeit reicht bis ISO 51.200 und lässt sich auf bis zu 204.800 erweitern. Eine integrierte Bildstabilisierung gibt es nicht. Doch die Testlabordaten sind eindeutig: Auflösung, Rauschverhalten und Detailtreue sind sehr gut, etwa auf dem Niveau der Schwestermodelle Z 50 und Z fc, die mit einem gleich hoch auflösenden APS-C-Sensor ausgestattet sind.

Das Hybrid-AF-System erinnert ebenfalls an die beiden anderen Z-Kameras: 209 Messfelder stehen bereit, inklusive Augen- und Tiererkennungs-AF. Die Kamerarückseite wird vom drei Zoll großen Touch-Monitor dominiert. Dank Dreh- und Schwenkfunktion lässt sich der Bildausschnitt aus den unterschiedlichsten Perspektiven gut wählen. Die Auflösung ist mit 1,04 Mio. Bildpunkten gut.

Das (nicht wetterfeste) Gehäuse ist trotz der kompakten Abmessungen mit einem ergonomischen Handgriff ausgestattet. Schade, dass Nikon weiterhin einen Joystick auf der Rückseite Vollformat-Modellen vorbehält und zudem auf einen Kopfhörereingang verzichtet hat. Letzteres hat das Konkurrenzmodell von Sony, die ZV-E10, integriert.

Vergleich mit Alternativen: Nikon Z 30 vs. Sony, der ZV-E10

Die angesprochene ZV-E10 von Sony zeigt  bei uns im Test ähnliche Stärken und Schwächen. Mit Blick auf das Gesamtergebnis, kann sich die leichtere Sony knapp vor der Z 30 platzieren. Sie bietet eine etwas bessere Bildqualität, mehr Ausstattung und eine etwas höhere Videoqualität.

In puncto Geschwindigkeit hat hingegen die Nikon Z 30 die Nase vorn, dank kürzerer Einschaltzeit, einer kürzeren Auslöseverzögerung (bei viel und wenig Licht) sowie einer höheren Serienbildrate bei mechanischem Verschluss (11 vs. 8 Bilder pro Sekunde).

Wer sich mehr fürs Fotografieren als fürs Vlogging interessiert, sollte einen Blick auf die etwas teureren Schwestermodelle Z fc und Z 50 werfen: Beide alternativen Z-Kameras bieten einen elektronischen Sucher und konnten bei uns im Test ebenfalls das Testsiegel GUT einfahren.

Die Nikon Z fc (82,4 %) ist die bessere der beiden Alternativen und ist aktuell sogar 70 Euro günstiger als die ähnlich augestattete Nikon Z 50 (879 vs. 949 Euro). Dank kompakten Abmessungen und dem geringen Gewicht eignet sich die Z 30 auch als Zweitkamera, neben einer klobigeren Vollformat-Z-Kamera.

DigitalPHOTO-Fazit

Die Z 30 ist das, was man von ihr erwartet: eine günstige Vlogging-Kamera, die all diejenigen, die bislang mit einem Smartphone gefilmt haben, in die Welt der Wechselobjektivkameras einführen möchte. Genau das macht die Kamera gut. Darüber hinaus können Sie keine großen Ansprüche an eine besondere Ausstattung oder erweiterte Funktionen stellen. Viele Ausstattungsmerkmale sind bereits von den Schwestermodellen Z 50 und Z fc bekannt.

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