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Test

Canon EOS R10 im Test: besser als Fujifilm, Nikon und Sony?

Mit der EOS R10 stellt Canon den neuen Einstieg ins R-System für unter 1.000 Euro dar. Ob der Preis gerechtfertigt ist, haben wir für Sie im Test herausgefunden. Außerdem lesen Sie hier, wie sich die Neuheit im Vergleich zu gleichpreisigen Konkurrenzmodellen von Fujifilm, Nikon und Sony schlägt.

Canon EOS R10 Test

Pro & Kontra 

+ Sehr gute Bildqualität
+ Top-AF mit automat. Motiverkennung
+ Hohe Serienbildgeschwindigkeit
+ Bis zu 4K/60p-Video
+ Dreh- und schwenkbarer Touch-Monitor
- Ohne integrierten Bildstabilisator
- 4K/60p nur mit Cropfaktor
- Gehäuse nicht wetterfest

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 90,4 %
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 68,4 %
  • Geschwindigkeit (15 %): 93,5 %
  • Video (10 %): 86,7 %
  • Gesamtbewertung: GUT, 82,80 %

Neben der EOS R7, die wir ausführlich im Test vorgestellt haben, hat Canon mit der EOS R10 zeitgleich ein zweites APS-C-Modell im EOS-R-System platziert. An der Namensgebung lässt sich bereits vermuten, dass die R10 im etwas günstigen Portfolio platziert ist – und so ist es auch: Mit einem Neupreis von 979 Euro geht die EOS R10 derzeit als günstigste R-Kamera rund 520 Euro günstiger über die Ladentheke als die EOS R7.

Dennoch teilen sich beide Kameras viel Ausstattung – in erster Linie ist es das gleiche Autofokussystem und der gleiche Prozessor: Canon vertraut in beiden Kameras auf das Dual Pixel CMOS AF II inkl. Deep Learning AF (wie bei der Vollprofi-Kamera EOS R3). Zudem sind beide Kameras mit dem Digic X Prozessor ausgestattet.

Das verspricht viel Leistung – die wir mit unserem Test bestätigen können. In Zusammenarbeit mit dem 24,2-Megapixel-CMOS-Sensor leistet die Kamera einen guten Job. Der ISO-Bereich ist bis 32.000 reicht und ähnlich wie beim DSLR-Schwestermodell bis 51.200 erweitert werden kann. Das Rauschverhalten ist bis ISO 3.200 gut. Schade, dass der Sensor nicht stabilisiert ist.

Ausstattung mit Höhen und Tiefen

Das bereits angesprochene AF-System ist in diesem Preissegment nicht selbstverständlich – ein Großteil der restlichen Ausstattung hingegen schon: So bietet die Kamera einen eingebauten Aufklappblitz, USB-2.0-Standard, einen einfachen SD-Kartenslot sowie eine minimale Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde (mechanisch; elektronisch bis 1/16.000 Sek.).

Das 429 Gramm leichte Gehäuse der Kamera ist leider nicht wetterfest. Zudem gibts in puncto Sucher einen großen Unterschied zur EOS R7: Zwar bieten die beiden im Sucherbuckel integrierten Displays dieselbe Auflösung (2,36 Mio. Bildpunkte) und Bildfeldabdeckung (100 Prozent), allerdings fällt die Vergrößerung des R10-Suchers mit 0,95-fach deutlich kleiner aus als die der R7 (1,15-fach). Das Ergebnis: eine deutlich schlechtere Übersicht auf das Motiv. Allerdings bietet der rund drei Zoll große dreh- und schwenkbare Touch-Monitor eine gute Bildkontrolle.

Das Autofokussystem der EOS R10 ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für eine APS-C-Kamera dieser Preisklasse.

Tim Herpers, stv. Chefredakteur

In Serie ist die EOS R10 auf Zack: mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 Bildern bei elektronischem Verschluss und bis zu 224 JPEGS (inkl. AF/AE-Nachführung) ist die EOS R10 auch für actionreiche Szenen geeignet. Wer auf den elektronischen Verschluss wechselt, kann sogar auf bis zu 23 Bilder pro Sekunde zurückgreifen.

Scharfer Praxiseindruck

Die Kantenschärfe der Bilder, die wir im Praxistest der Canon EOS R10 gemacht haben, ist hoch. Die Kamera liegt dem RF-S 18-150mm F3.5-6.3 IS STM gut in der Hand. Dank der kompakten Abmessungen und des geringen Gewichts eignet sich die Kamera super für unterwegs. Das Kamera-Objektiv-Kit kostet 1.369 Euro.

In Summe gut

Die Videofunktion der R10 ist ein wenig abgespeckt: 4K/60p ohne 30-Minuten-Aufnahmelimit ist zwar drin, allerdings schaltet die Kamera dann auf einen Cropfaktor mit rund 64 Prozent der Bildfläche um. In 4K/30p filmt die Kamera ohne Cropfaktor. Ein flaches Log-3-Profil gibt es nicht.

Ebenso hat Canon bei der EOS R10 leider keinen Kopfhörereingang intergriert. Die Akkulaufzeit reicht für rund 220 Fotos (nach CIPA-Standard). So erzielt die Canon EOS R10 in unserem Testverfahren das Testsiegel GUT. Damit ist Canon der EOS-R-Einstieg durchaus geglückt.

Allerdings hat sie es im Vergleich zur Konkurrenz von Nikon, Sony und Fujiflm schwer. Zwar verliert die Nikon Z fc (879 Euro) knapp gegen die Canon EOS R10. Bei der Sony Alpha 6400 (899 Euro) und der Fujifilm X-S10 (1.049 Euro) sieht es aber anders aus. Beide Konkurrenzmodelle haben unser Testverfahren (deutlich) bessere Gesamtergebnisse erzielen können.

Canon EOS R10 Alternative: Nikon Z fc

Nikon hat mit der Z fc eine alternative APS-C-Kamera im Angebot. Im Vergleich mit der EOS R10 zieht die Nikon ganz knapp den Kürzeren. Mit einem Neupreis von 879 Euro ist die Nikon allerding auch deutlich günstiger als die EOS R10

DigitalPHOTO-Fazit

Für wen ist die Canon EOS R10 die richtige Wahl? Für alle, die möglichst günstig ins EOS-R-System einsteigen möchten und eine Kamera für den Alltag suchen. Genau hier ist die neue EOS R10 angesiedelt. Die Einstiegshürde ist mit 979 Euro zwar relativ hoch, allerdings bietet die Kamera ein geniales AF-System, einen aktuellen Bildprozessors sowie ein hohes Serienbildtempo von bis zu rund 23 Bildern pro Sekunde. Das macht sie alltagstauglich.

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