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Test

Canon EOS R50 im Test: kompaktes Leichtgewicht

Nur ein halbes Jahr ist es her, dass Canon mit der EOS R10 eine Kamera vorgestellt hat, die sich gezielt an Einsteigerinnen und Einsteiger richtet. Jetzt kommt mit der EOS R50 ein weiteres Modell für diese Zielgruppe. Wir klären auf, wo die Unterschiede liegen und was die EOS R50 zu bieten hat.

Canon EOS R50 im Test

Pro & Kontra 

+ Kleines, kompaktes Gehäuse
+ Sehr gute Bildqualität
+ Schneller, präziser Autofokus
+ Großer, beweglicher Monitor
+ Auf Einsteiger abgestimmtes Bedienkonzept
- Gehäuse nicht vor Staub und Spritzwasser geschützt
- Kein Bildstabilisator

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 89,6 %
  • Ausstattung & Bedienung (35 %): 67,5 %
  • Geschwindigkeit (15 %): 82,0 %
  • Video (10 %): 84,4 %
  • Gesamtbewertung: GUT, 80,2 % 

Wenn Sie bislang ausschließlich mit einem Smartphone oder einer digitalen Kompaktkamera fotografiert haben, kann Sie die Bedienung einer Systemkamera schnell überfordern. Auf einmal werden auf dem Vorschaubild diverse Werte eingeblendet: Belichtungszeit, Blende, ISO-Wert.

Doch welche Bedeutung haben die einzelnen Werte und welche Auswirkungen haben sie auf Ihr Foto? Um das herauszufinden, müssten Sie zunächst einen Fotografie-Crashkurs absolvieren. Doch wer hat schon Lust und Zeit, sich stundenlang theoretisches Wissen anzueignen? Lieber soll die Kamera Ihnen diese lästigen Aufgaben abnehmen und automatisch ein sehr gutes Ergebnis liefern – egal, ob es sich um ein Porträtbild, eine Stadtansicht bei Nacht oder eine Videoaufnahme handelt. Falls Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden, gehören Sie exakt zur Zielgruppe, die Canon mit der neuen EOS R50 ansprechen möchte.

Die Kamera ist noch einmal kleiner und kompakter als die EOS R10 und bringt einige Funktionen mit, die für Umsteigerinnen und Umsteiger von Smartphone-Kameras sehr praktisch sind. So bietet die Kamera eine automatische Motiverkennung sowie diverse Kreativprogramme für viele erdenkliche Aufnahmesituationen, die Ihnen die Auswahl der optimalen Kameraeinstellungen abnehmen.

Natürlich bringt die EOS R50 neben der Blenden-, Zeit- und Programmautomatik auch einen manuellen Modus mit.

Da Sie allerdings für die Kameraeinstellungen nur ein Wahlrad zur Verfügung haben, ist es mit der EOS R50 etwas mühselig, Blende und Verschlusszeit manuell zu wählen. Hier merkt man, dass der Fokus der Kamera ganz klar auf automatischen Einstellungen liegt.

Vergleich: EOS R50 und EOS R10

Neben der Gehäusegröße und den unterschiedlichen Bedienkonzepten gibt es noch klare technische Unterschiede zwischen den beiden Einsteiger-Cams EOS R50 und EOS R10. So ist die EOS R10 im Serienbildmodus mit elektronischem Verschluss deutlich schneller. Ebenfalls bietet sie mit einer kürzesten Verschlusszeit von 1/16.000 Sekunden mehr Spielraum als die EOS R50 (1/8.000 Sekunden).

Dennoch enttäuscht die EOS R50 im Leistungstest keineswegs. Der Autofokus arbeitet schnell und präzise. Die Kamera liefert eine sehr gute Bildqualität. Für Actionfotos, bei denen es auf Hundertstel Sekunden ankommt, ist sie jedoch deutlich zu langsam. Unterschiede bei der Videoaufnahme zeigen sich zwischen den beiden Kameras erst auf den zweiten Blick. Beide Modelle nehmen Videos in 4K auf. Die EOS R50 bietet hierbei jedoch nur 30 statt 60 Bilder pro Sekunde.

Abzüge in der B-Note

Einen integrierten Bildstabilisator bringt die EOS R50 nicht mit. Deshalb ist es wichtig, dass Sie beim Objektivkauf darauf achten, dass diese einen eigenen Stabilisator mitbringen. Das und die Tatsache, dass das Gehäuse der Kamera nicht vor Spritzwasser und Staub geschützt ist, sorgen für Abzüge in der Kategorie „Ausstattung“ und verhindern eine noch bessere Gesamtnote in unserem Kameratest.

Canon EOS R50 Alternative: Nikon Z fc

In einer preislich ähnlichen Liga wie die Canon EOS R50 spielt Nikons Z fc, die ebenfalls mit einem APS-C-Sensor ausgestattet ist. In unserem Praxis- und Labortest schnitt die Kamera im Retro-Look etwas besser ab als die Canon-Cam.

Testurteil: 82,4 %

DigitalPHOTO-Fazit

Canons EOS R50 ist eine gelungene Kamera für Einsteigerinnen und Einsteiger, die ein Modell suchen, das ihnen die Einstellungen beim Fotografieren und Filmen abnimmt und einfach nur sehr gute Ergebnisse abliefert. Genau das bietet die EOS R50 mit ihrem APS-C-Sensor für einen günstigen Preis. Wer von Anfang an lieber selbst Blende und Verschlusszeit wählen will, ist mit der EOS R10 oder der Nikon Z fc als Konkurrenzmodell besser bedient.

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