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Test

Panasonic Lumix G9II im Test: wuchtiges MFT-Flaggschiff

Wer sagt, dass Kameras mit kleinem Bildsensor in ein kleines Gehäuse gehören? Panasonic macht es bei seinem neuen MFT-Flaggschiff Lumix G9II genau anders herum und setzt auf einen Body für Vollformatkameras. Und das hat zwei gute Gründe. Welche das sind, verrät unser Panasonic Lumix G9II Test.

Panasonic Lumix G9II im Test

Pro & Kontra 

+ sehr hohe Geschwindigkeit
+ hohe Bildqualität
+ 6K-Videos
+ Bildstabilisator mit 8 Blendenstufen
- großes Kameragehäuse
- Schwächen bei hohen ISO-Werten

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 89,4 %
  • Ausstattung & Bedienung (35 %): 90,8 %
  • Geschwindigkeit (15 %): 97,1 %
  • Video (10 %): 96,0 %
  • Gesamtbewertung: SEHR GUT91,7 % 

Rund fünf Jahre ist es her, dass Panasonic mit der Lumix G9 sein MFT-Flaggschiff vorgestellt hat. Keine Frage: Da war ein Produkt-Update auch langsam überfällig! Vergleicht man die neue Lumix G9II mit ihrer Vorgängerin, fällt einem zunächst das deutlich größere Gehäuse auf.

Kein Wunder: Panasonic nutzt für die neue Kamera den Body der Vollformatkamera S5II. Somit wirkt auch die G9II optisch eher wie eine Vollformat- als eine MFT-Kamera. Dass sich Panasonic bei der G9II gegen ein möglichst kompaktes Gehäuse entschieden hat, hat jedoch gute Gründe.

Der erste: Panasonic hat die Videofunktionen der G9II deutlich aufgepeppt. So nimmt die Kamera inzwischen Videos in 5,8K mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Schrauben Sie die Auflösung auf 4K herunter, sind sogar bis zu 120 p möglich. Lange Videoaufnahmen mit hohen Datenraten sorgen dann natürlich für eine ordentliche Hitzeentwicklung in der Kamera.

Und das ist einer der Gründe, warum Panasonic auf den großen Body setzt: Weil so die Wärmeabfuhr deutlich einfacher organisiert werden kann als in einem kompakten Gehäuse. Auf einen internen Lüfter hat Panasonic bei der Lumix G9II im Übrigen jedoch verzichtet.

Der zweite Grund, der für den größeren Body sprach, ist die bessere Haptik. So positioniert Panasonic die Lumix G9II als kompakte, preisgünstige Vollformat-Alternative für Fotografinnen und Fotografen, die mit sehr langen Brennweiten fotografieren. Das gilt beispielsweise für die Wildtierfotografie, die Sportfotografie, aber auch für das Planespotting.

Warum MFT gerade hier seine Stärken ausspielt, liegt auf der Hand. Durch die zweifache Brennweitenverlängerung erzielen Sie mit einer MFT-Kamera mit 800 mm Brennweite einen Bildausschnitt wie bei einer Vollformatkamera mit 1600 mm. Und das mit einem deutlich kompakteren Equipment und zu einem Bruchteil des Preises. Zudem ist die Qualität trotz kleinerem Sensor immer noch so gut, dass sie selbst hohen Ansprüchen genügt.

Im Gehäuse der Panasonic Lumix S5II

Falls Ihnen das Gehäuse der neuen Lumix G9II bekannt vorkommen sollte, ist das kein Zufall. Panasonic nutzt für die neue MFT-Kamera das vergleichsweise große Gehäuse der Vollformatkamera Lumix S5II und übernimmt dabei bis auf den fehlenden Lüfter das komplette Bedienkonzept sowie die Anschlüsse.

Höhere Auflösung 

In puncto Bildqualität lieferte die Lumix G9II tatsächlich ein sehr gutes Ergebnis, auch wenn sie natürlich nicht ganz an deutlich teurere Vollformat-Boliden heranreicht. Mehr als wettbewerbsfähig ist sie zudem beim Thema Geschwindigkeit. Bis zu 75 Bilder pro Sekunde schafft die Kamera bei Serienaufnahmen.

Ein spektakulärer Wert! Mit aktivierter Schärfenachführung (AF-C) erreichen Sie im Übrigen immer noch einen Top- Wert von 60 Fotos pro Sekunde. Damit ist die Panasonic Lumix G9II ein attraktives Werkzeug für alle Fotogenres, bei denen es auf Geschwindigkeit ankommt, wie etwa die Sport- oder die bereits angesprochene Wildtierfotografie.

Hilfreich ist dafür auch der integrierte Bildstabilisator, der bis zu acht Blendenstufen ausgleicht. Zusätzlich zu dieser Stabilisierung auf mechanischer Basis unterstützt Sie die Lumix G9II bei Videoaufnahmen zusätzlich noch mit einer elektronischen 5-Achsen-Stabilisierung. Auch bei den Anschlüssen zeigt sich der gehobene Qualitätsanspruch: So stehen Ihnen zwei SD-Kartenslots zur Verfügung.

Panasonic Lumix G9II Alternative: Panasonic Lumix G9

Auch wenn das Vorgängermodell Lumix G9 schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist sie nach wie vor eine Top-Kamera. Und mit einem Preis von aktuell rund 900 Euro nur halb so teuer wie das brandneue Modell.

Testurteil: 91,2 %

DigitalPHOTO-Fazit

Die neue Lumix G9II ist eine würdige Nachfolgerin der Lumix G9 und dürfte dank ihrer ausgeprägten Video- Eigenschaften auch für jene interessant sein, die gezielt nach einer Hybridkamera suchen. Vor allem jedoch punktet sie mit ihrer bemerkenswert hohen Geschwindigkeit. Gepaart mit den Crop-Vorteilen einer MFT-Kamera spielt sie ihre Stärken zudem in den Bereichen aus, in denen lange Brennweiten zum Einsatz kommen.

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