In der Fotografie gibt es feste Regeln, die dabei helfen, aus einem gewöhnlichen Motiv, ein besonderes zu machen. Aber auch hier gilt: Jede Fotoregel ist dazu da, gebrochen zu werden.
In der Fotografie spielt man oft mit Unschärfe. Aber darf ein Bild komplett unscharf sein?
Unscharfe Bereiche im Bild sollen in der Regel den Blick des Betrachters auf das scharf abgebildete Hauptmotiv lenken. In der Porträtfotografie wird dies gern genutzt. Die Augen des Models müssen immer perfekt scharf abgebildet sein, alles andere verschwindet in einer geringen Schärfentiefe. Beim Regelbruch „Kreative Unschärfe“ wird das Szenario bewusst ad absurdum geführt: Denn alles in unserem Beispielbild rechts ist unscharf! Es zeigt einen bunt geschmückten und festlich beleuchteten Weihnachtsbaum, der so fotografiert wurde, dass er nur noch schemenhaft dargestellt ist. Zusammen mit den verschwommenen Lichtern entsteht ein abstraktes Bild mit wunderbar malerischem Effekt. Nehmen Sie hierfür eine besonders große Blendenöffnung (z.B. f/1,8) und stellen Sie die Schärfe am Objektiv manuell ein, da der Autofokus den Baum sonst scharf stellen würde.
In unserer Bildergalerie oben erklären wir Ihnen, was es heißt, Fotoregeln bewusst zu brechen. Sie werden überrascht sein, welch kreative Ergebnisse dadurch erzielt werden können!
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