Mit dem Sony FE 24–70mm F2.8 GM II will der japanische Hersteller Alpha-Fans überzeugen. Wir haben getestet, ob sich der Kauf lohnt und ob das Vorgängermodell doch die bessere Wahl bleibt.

Sony FE 24–70mm F2.8 GM II im Test
Pro & Kontra
+ Sehr hohe Auflösung
+ Kaum Abbildungsfehler
+ Viele Einstellelemente
+ Kompaktes und wetterfestes Gehäuse
- Ohne Bildstabilisator
- Sehr teuer
Bewertung
- Auflösung (45 %): 91,20 %
- Objektivgüte (30 %): 94,40 %
- Ausstattung (15 %): 91,30 %
- Autofokus (10 %): 95,30 %
- Gesamtbewertung: SUPER, 92,6 %
Das Sony FE 24–70mm F2.8 GM II ist das 16. Objektiv der professionellen G-Master-Reihe und besitzt sowohl im Innern als auch am Gehäuse einige Neuerungen. Im Vergleich zur ersten Objektivgeneration ist das neue FE 24–70mm F2.8 GM II um 1,6 cm in der Baulänge geschrumpft. Außerdem hat es mit einem Gewicht von 695 Gramm rund 22 Prozent abgespeckt.
Der optische Aufbau besteht aus 20 Linsen, die in 15 Gruppen angeordnet sind. Mit einer Naheinstellgrenze von 21 bis 30 cm (abhängig von der Brennweite) ermöglicht das Objektiv einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:3,1. Statt eines DDSSM-Motors (wie in der ersten Objektivgeneration) arbeiten im FE 24–70mm F2.8 GM II gleich vier XD-Linearmotoren.
SONY Objectif SEL FE 24-70mm f/2.8 GM II
Sony verspricht außerdem nur minimales Focus Breathing. Am wetterfesten Gehäuse des FE 24–70mm F2.8 II sind einige Schalter und Tasten vorhanden, die den Ausstattungsumfang im Vergleich zur ersten Objektivgeneration erhöhen.
So lässt sich der Widerstand des Zoomrings innerhalb von zwei Stufen einstellen: leichtgängig für Video, schwergängig für Foto. Außerdem am Objektiv vorhanden: ein Blendenring, ein Schalter für stufenlose Blendeneinstellung, zwei Fokushaltetasten sowie ein AF/MF-Schalter. Kurzum: Die Ausstattung ist bis auf einen fehlenden Bildstabilisator top.
Starke Leistung im Testlabor

Im Testlabor punktet das FE 24–70mm F2.8 GM II mit reichlich Auflösung – vor allem im Weitwinkelbereich. Im Telebereich sinkt die Auflösung ein wenig ab, ist aber nach wie vor sehr gut. Optische Abbildungsfehler wie Vignettierung oder Verzeichnung fallen kaum ins Gewicht. Und auch die Autofokusleistung kann überzeugen.
Mit einem Neupreis von 2.399 Euro ist das FE 24–70mm F2.8 GM II deutlich teurer als die erste Objetivgeneration (1.788 Euro), die es übrigens weiterhin im Angebot von Sony geben wird. Neben dem Vorgängermodell ist das FE 24–105mm F4 G OSS für 999 Euro eine gute Wahl für alle, die ein günstigeres, aber dennoch starkes Standardzoom suchen (siehe unten).
Sony FE 24–70mm F2.8 GM II Alternative: Sony FE 24–105mm F4 G OSS
Sony FE 24-105mm f/4 G OSS | Vollformat, Standardzoomobjektiv (SEL24105G)
Mit Offenblende f/4 ist das FE 24–105mm F4 G OSS zwar nicht ganz so lichtstark wie das neue Standardzoom, dennoch ist es eine gute Alternative für alle, die ein günstigeres Zoom suchen.