Viele spiegellose Systemkameras sind nur so lange handlich, bis man das Objektiv anlegt. Das trifft auf das neue Pancake-Objektiv Nikkor Z 26mm F/2,8 definitiv nicht zu. Wir haben die Festbrennweite getestet.

Nikon Nikkor Z 26mm F2,8 im Test
Pro & Kontra
+ Ultrakompakt und sehr leicht
+ Herausragender Autofokus
+ Sehr gute Auflösung
- Recht laut im Betrieb
Bewertung
- Auflösung (45 %): 95,9 %
- Objektivgüte (30 %): 92,7 %
- Ausstattung (15 %): 73,3 %
- Autofokus (10 %): 99,0 %
- Gesamtbewertung: SEHR GUT, 91,8 %
Keine Frage: An diesem Objektiv werden vor allem Reportagefotografinnen und -fotografen ihre helle Freude haben. Das neue Nikkor Z 26mm F/2,8 macht seiner namensgebenden Gattung alle Ehre und ist kaum dicker als ein Pancake. Zudem bringt das Objektiv gerade einmal 125 Gramm auf die Waage, was in etwa einer Tafel Schokolade entspricht.
Kurzum: Das neue Nikkor-Objektiv ist so klein und leicht, dass man es unterwegs kaum bemerkt. Und das gilt sowohl für Personen hinter der Kamera, als auch für die davor. Fotos lassen sich mit diesem Objektiv so schnell und unauffällig aufnehmen, dass kaum jemand in der Umgebung etwas davon mitbekommen dürfte. Perfekte Voraussetzungen also für authentische, unverfälschte Street- und Reportagefotos!
Nicht am Gehäuse gespart
Trotz der kompakten Bauform und des geringen Gewichts hat Nikon beim Material und der Verarbeitung nicht gespart. So besteht das Bajonett aus Metall und das Objektiv bringt einen Staub- und Spritzwasserschutz mit. Zudem sorgt die hohe Lichtstärke dafür, dass Sie das Objektiv auch bei wenig Umgebungslicht in Kombination mit kurzen Belichtungszeiten einsetzen können. All dies in Kombination hat natürlich im wahrsten Sinne des Wortes seinen Preis.
Und so ruft Nikon für das Nikkor Z 26mm F/2,8 einen Preis von rund 590 Euro auf. Vergleichsweise viel Geld für eine 26mm-Festbrennweite. Doch dafür erhalten Sie auch ein Objektiv, das im Labortest nur ganz knapp an der Spitzenbewertung „super“ vorbeigeschrappt ist.
In den Kategorien Auflösung, Objektivgüte und Autofokus erzielte das Objektiv Spitzenwerte. In puncto Ausstattung kann es bauartbedingt jedoch natürlich nicht mit voluminöseren Objektiven mithalten. Dennoch gefiel uns das neue Pancake-Objektiv sowohl im Labor- als auch im Praxistest sehr gut.
Auffällig jedoch: Der Autofokus arbeitet ungewöhnlich laut. Der Grund dafür laut Nikon: Die Ingenieure mussten aufgrund der Bauform ein völlig neues Autofokussystem entwickeln: das „All-element focusing System“, das die Fokussierung durch die Anpassung aller Linsenelemente erreicht. Wirklich gestört hat die Geräuschentwicklung im Test nicht.
Nikon Nikkor Z 26mm F2,8 Alternative: Nikon Nikkor Z 24mm f/1,8 S.

Eine vergleichbare Brennweite bietet das Nikon Nikkor Z 24mm f/1,8 S. Auf die Vorzüge eines kompakten Pancake- Objektivs müssen Sie bei dieser hohen Lichtstärke jedoch verzichten.
Testurteil: 93,91 %