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Test

Fujifilm X-S20 im Test: flink und ausdauernd

Mit der X-S10 hat Fujifilm im Jahr 2020 eine viel gelobte kompakte Einstiegskamera auf den Markt gebracht, die allerdings eine entscheidende Schwäche aufwies: die Akkulaufzeit. Mit der Nachfolgerin X-S20 hat Fujifilm nun nachgebessert. Wir haben getestet, was das neue Modell zu bieten hat.

Fujifilm X-S20 im Test

Pro & Kontra 

+ extrem schneller Autofokus
+ Preshot-Funktion
+ langlebiger Akku
+ praktische Vlog-Funktionen
- nur ein Kartenslot
- hoher Preis

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 91,7 %
  • Ausstattung & Bedienung (35 %): 83,4 %
  • Geschwindigkeit (15 %): 95,2 %
  • Video (10 %): 94,9 %
  • Gesamtbewertung: SEHR GUT89,7 % 

Wie gewohnt setzt Fujifilm auch bei der X-S20 auf einen Kamerasensor im APS-C-Format. Konkret hat Fujifilm bei seinem neuen Einstiegsmodell einen rückseitig beleuchteten X-Trans CMOS 4-Sensor mit 26,1 Megapixeln Auf- lösung verbaut. Typisch für dieses Chipdesign ist das geringe Bildrauschen.

Diese Stärke von Fujifilm zeigt sich auch wieder beim Labortest der X-S20. Neu in der X-S20 ist der X-Prozessor 5, der auch in den Topmodellen von Fujifilm verbaut ist und der Kamera einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil bei gleich- zeitig geringerem Stromverbrauch verschafft.

Der neue Prozessor bringt einen KI-unterstützten Motiverkennungsautofokus mit, der Augen, Gesichter, Tiere sowie Fahr- und Flugzeuge automatisch erkennt. Ebenfalls mit an Bord ist eine integrierte 5-Achsen-Stabilisierung (IBIS), die bis zu sieben Blendenstufen ausgleicht.

Hohe Geschwindigkeit

Im Serienbildmodus nimmt die Kamera bis zu 30 Fotos pro Sekunde auf. Schaltet man die automatische Motivnachverfolgung AF-C ein, schafft die Kamera immer noch bemerkenswerte 20 Fotos pro Sekunde. Damit lässt sich die X-S20 auch für Sport- und Actionfotos problemlos einsetzen.

Der entscheidende Vorteil der X-S20 gegenüber der X-S10 zeigt sich jedoch an anderer Stelle: bei der Akkulaufzeit. So ist in der X-S20 nämlich der größere Hochleistungsakku NP-W235 verbaut, der auch in den Topmodellen von Fujifilm zu finden ist. Dieser schafft im Eco-Modus bis zu 800 Aufnahmen mit einer Akkuladung.

Bei der X-S10 war schon bei rund 320 Bildern Schluss, was für viele in der Praxis ein großes Ärgernis darstellte. Doch obwohl die X-S20 Platz für den größeren und schwereren Akku schaffen musste, haben sich die Gehäusegröße sowie das Gewicht gegenüber der Vorgängerin nur marginal verändert. So bleibt die Fujifilm X-S20 eine sehr kompakte Systemkamera, die man auch auf Reisen und bei langen Fototouren gerne bei sich trägt.

Unbeweglicher Kamera-Monitor

Fujifilm setzt bei der X-S20 nicht wie bei den X-T-Modellen auf Retro-Design und ein klassisches Bedienkonzept mit Einstellrädern für die Verschlusszeit und die Lichtempfindlichkeit des Sensors, sondern auf eine konventionelle Lösung. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, bleibt Geschmackssache.

Neue Video-Skills

Fujifilm hat der X-S20 auch bei den Videofunktionen ein deutliches Upgrade im Vergleich zur Vorgängerin verpasst. So nimmt die neue Kamera Videos auch in 6K-Auflösung auf und schafft dabei 30 Bilder pro Sekunde.

Bei 4K liegt das Limit sogar bei 60 fps. Die klare Positionierung als Hybridkamera, die auch Filmerinnen und Filmer ansprechen soll, beweist auch der neue Aufnahmemodus „Vlog“, der am Programmwahlrad ausgewählt werden kann.

Hierüber können Sie per Tastendruck praktische Zusatzfunktionen einschalten, wie etwa einen unscharfen Hintergrund oder die automatische Scharfstellung auf Produkte, wenn diese im Film vorgestellt werden sollen.

Nützlich sind solche Funktionen für alle, die keine Lust verspüren, sich mit Kameraeinstelllungen wie dem Blendenwert selbst zu befassen, sondern lieber schnell gute Ergebnisse sehen möchten.

Bleibt der einzige wirkliche Wermutstropfen der X-S20 zu nennen: Im Vergleich zur X-S10 ist der Preis um satte 400 Euro gestiegen. Das sind stolze 40 Prozent! Doch dafür hat die X-S20 auch viel zu bieten!

Fujifilm X-S20 Alternativen: Fujifilm X-T5

Rund 400 Euro teurer ist das Premium-Mittelklassemodell X-T5 von Fujifilm. Anders als die X-S20 setzt Fujifilm bei der X-T5 auf ein Retro-Design mit klassischer Bedienung wie der Blenden- und ISO-Wahl per Drehrad.

Testurteil: 90,5%

DigitalPHOTO-Fazit

Für eine Einstiegskamera ist die Fujifilm X-S20 extrem gut ausgestattet. So sind der gleiche Prozessor und der Hochleistungsakku wie in Fujifilm-Topmodellen verbaut. Die Geschwindigkeit ist extrem hoch, die Bildqualität sehr gut.

Alles in allem bekommen Sie mit der X-S20 eine top ausgestattete, vielseitige Systemkamera. Doch bei einem Preis von 1.399 Euro positioniert sich die Kamera schon eher im Mittelklasse- als im Einstiegssegment.

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