Die Ferien stehen vor der Tür und die ganze Familie freut sich bereits auf die gemeinsame Zeit am Meer. Wir verraten, welches Equipment im Koffer einen Platz finden sollte, um schöne Erinnerungen festzuhalten.

Sonnenuntergang am Strand fotografieren
Im Rahmen von Familienurlauben ist es nicht immer ganz einfach, die Zeit mit den Liebsten und die Fotografie unter einen Hut zu bekommen. Dabei lauern überall schöne Motive und machen es schwer, die Kamera in der Ferienunterkunft zu lassen.
Kompakt mit CSC oder Handy
Viele Fotografierende greifen im Urlaub deshalb auf die immer besser werdende Technik von Smartphones zurück oder packen eine etwas kompaktere Systemkamera in Kombination mit einem Zoomobjektiv ein. Optiken mit extrem großem Brennweitenbereich wie beispielsweise 24–240mm bieten zwar eine geminderte Bildqualität, jedoch auch die Möglichkeit, mit nur einem Objektiv viele verschiedene Motive abzudecken.
Ein guter Kompromiss liegt beispielsweise in einem Standardzoom mit 24–70mm oder einem 18mm-Weitwinkel- bis 135mm-Teleobjektiv. Um die kurze Zeit, die für die Fotografie bleibt, effektiv zu nutzen, macht es zudem Sinn, Motive im Vorfeld – also bereits vor dem Urlaub – zu recherchieren und zu planen.
Dabei helfen Apps, wie zum Beispiel PhotoPills, Sun Surveyor oder The Photographer’s Emphemeris. Mit Google Maps können Sie die Umgebung von zu Hause aus erkunden und geeignete Standorte entdecken.
Sie sind mit Ihrer Familie am Strand, toben und entspannen am Wasser und möchten die Kamera in der sandigen und nassen Umgebung aber lieber nicht herausholen? Dann greifen Sie zum Smartphone, um die Urlaubserinnerungen festzuhalten.
Für Porträts bieten die meisten aktuellen Modelle in der Kamera-App einen Porträt-Modus, mit dem Sie Ihren Aufnahmen eine Hintergrundunschärfe verleihen können. Geht es dynamischer vor der Kamera zu, lohnt sich zudem die Serienbildfunktion, um keinen Moment zu verpassen.
1. Licht und Gezeiten im Blick
Auf der Insel Sylt verbrachte Guido Sinram schon viele Urlaube mit Freunden und Familie: „Da ich die Insel und ihre schönen und fotogenen Ecken kannte, war das Locationscouting im Internet im Vorfeld dieses Fototrips nicht mehr so aufwendig. Ich informierte mich aber beispielsweise darüber, wann und in welcher Richtung Sonnenauf- und Sonnenuntergang stattfinden, wann Ebbe und Flut sein und wie diese Gegebenheiten mit meinen geplanten Motiven zusammenpassen würden“, erzählt der Fotograf und fügt hinzu:
„Den Leuchtturm List-Ost (s. oben) wollte ich zu Sonnenuntergang festhalten. An diesem Abend zeigten sich wunderschöne Wolken am Himmel und da Windstärken von 6 bis 8 herrschten, entschied ich mich dazu, die Szenerie nicht mittels Langzeitbelichtung, sondern ganz natürlich einzufangen.“
2. Brennweite und Bildaufbau

Um möglichst viel von der schönen Landschaft samt Sonnenuntergangshimmel abzubilden, wählte Guido Sinram an seinem Vario-Tessar® T* FE 24–70mm F4 ZA OSS eine Brennweite von 24mm: „Ich entschied mich, den Horizont in die Mitte zu nehmen, um eine harmonische Komposition zu erzielen“, verrät er. Der Blick wird beim Betrachten über den sanften Schwung der Dünen zum Leuchtturm geleitet.
3. Belichtungsreihe
Um wirklich alle Lichtinformationen auf den Sensor der Sony Alpha 7 II zu bannen, fertigte Guido Sinram eine Belichtungsreihe mittels der automatischen Bracketing-Funktion seiner Kamera an.
„Für die Bearbeitung in Lightroom und Photoshop habe ich zwei Belichtungen benötigt: eine für den Himmel und eine für den dunkleren Vordergrund. Ich war glücklich, dass mir der starke Wind keinen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und ich dank meines stabilen Aluminium-Stativs von Rollei diese Erinnerung festhalten konnte“, so der Fotograf.
Tipp: Anstatt zwei Belichtungen aufzunehmen, können Sie auch einen Grauverlaufsfilter verwenden, um die Helligkeitsunterschiede zwischen Himmel und Landschaft auszugleichen.

Insta: @guido_sinram_fotografie