Enthält Affiliate-Links [Was ist das?]
Ratgeber

Polarlichter fotografieren: Schritt für Schritt

„Einmal die Nordlichter in Finnland und Norwegen fotografieren“ – das war schon lange ein Traum von Jan von Soosten. In diesem Artikel erklärt der Fotograf, wie auch Sie Polarlichter fotografieren können.

Polarlichter fotografieren: in 3 Schritten erklärt 

1. Licht beobachten 

Licht verändert sich ständig. So auch die Nordlichter in Finnland und Norwegen. Diese bewegen sich nicht nur rasant schnell, sondern verändern sich auch in ihrer Helligkeit und Farbigkeit. Dieses Foto entstand ca. 2,5 Stunden vor dem Motiv unten und zeigt eine besonders bunte Version des Nachthimmels zusammen mit dramatischen und – dank einer Langzeitbelichtung – langgezogenen Wolken.

2. Hochauflösende Kamera und lichtstarkes Objektiv 

Zum Fotografieren dieser beiden Motive verwendete Jan von Soosten die hochauflösende Kamera Sony Alpha 7 R II zusammen mit „seinem absoluten Lieblingsobjektiv“, dem Sigma 14mm F1.8 DG HSM. Zudem setzte der Fotograf auf das stabile und standfeste Stativ Rock Solid Alpha XL Mark II von Rollei, das seine Kamera trotz windiger Verhältnisse ruhig hielt und ihm zudem erlaubte, mehrere Aufnahmen bei identischem Bildausschnitt aufzunehmen und diese später miteinander zu verblenden (siehe Schritt 3).

3. Aufnahme und Bearbeitung 

Da sich Nordlichter, wie bereits erwähnt, schnell bewegen und verändern, gilt es in der Polarlichtfotografie, die Belichtungszeit immer wieder an die aktuellen Verhältnisse anzupassen. Den Rahmen gibt dabei die Erddrehung vor: Selbst bei kurzen Brennweiten, wie den hier verwendeten 14mm, liegt die natürliche Grenze in der Regel bei 20 s Belichtungszeit, um Sterne scharf und ohne „Schweif“ abzubilden (siehe Ausrufezeichen links).

Um trotz der hohen ISO-Werte das Bildrauschen zu begrenzen, nahm Jan von Soosten acht Fotos mit identischen Kameraeinstellungen für ein Timeblending (siehe Ausrufezeichen auf Seite 67) auf und fügte diese mit Hilfe der Software StarryLandscapeStacker zu einem Bild zusammen. Das fertige Bild bearbeitete er anschließend mit Lightroom und der Nik Collection.

Magische Polarlichter

Im September letzten Jahres machte sich der Fotograf trotz widriger Wetterverhältnisse – geprägt von Regen und Wind – auf, um auf Fotojagd nach den bunten Schleiern am Himmel zu gehen. Mitte bis Ende August beginnt in Finnland und Norwegen die Nordlichter-Saison. Dann leuchtet der Nachthimmel in bunten Tönen, wie die beiden Aufnahmen des Fotografen zeigen.

Nachdem er fast eine Woche lang darauf wartete, dass der Regen aufhörte, rissen an diesem Tag die Wolken auf und gaben den Nachthimmel frei für das faszinierende Lichtspektakel. Tipp vom Fotografen: Suchen Sie schon im Vorfeld mithilfe von Social Media etc. nach guten Fotospots. Vor Ort sollten Sie dann mehrere Tage einplanen, um die Chance zu erhöhen, sowohl auf einen klaren Himmel als auch auf Polarlichter zu treffen.

Weitere Aufnahmen des Fotografen: Jan van Soosten 

Lesetipp

Milchstraße fotografieren: Ein Nachthimmel voller Sterne (Anleitung)

Profifotograf Stefan Liebermann entführt Sie in die Welt der magischen Astrofotografie. Lesen Sie hier, wie er seine nächtlichen Ausflüge... mehr

Mehr zum Thema