Dramatischer Sonnenuntergang in doppelter Strahlkraft: Fotograf Jan Jentsch erzählt von seinem Ausflug in den Harz und wie er einen dramatischen Wolkenhimmel mit reizvoller Spiegelung auf den Sensor seiner Kamera bannte.

Spiegelungen
Das Element Wasser ist ein kompositorisches Gestaltungsmittel, das fast immer zu Bildern mit dem gewissen Etwas verhilft und Ihnen einen magischen Charakter verleiht. Besonders faszinierende Ergebnisse kann man erzielen, wenn Wasser ganz ruhig liegt und die Umgebung darin gespiegelt wird.
Das zeigt auch diese Aufnahme von Jan Jentsch: „Bei der Bildgestaltung habe ich besonders darauf geachtet, so viel wie möglich von dem fantastischen Himmel mit in der Spiegelung im See zu haben. Da der See zum Zeitpunkt der Aufnahme spiegelglatt und ruhig war, war auch keine besonders lange Belichtungszeit nötig“, erinnert sich der Fotograf.
Herr Jentsch, erzählen Sie uns die Geschichte zu diesem Bild?
Dieses Foto ist bei Sonnenuntergang am schönen Oderteich im Harz in Sachsen-Anhalt entstanden. Ich habe einen freien Tag für einen Ausflug in die Natur genutzt. Nach einem Blick auf die Wettermodelle auf Kachelmannwetter.com und nach 200 Kilometern Anfahrt bin ich morgens durchs Ilsetal Richtung Brocken gewandert und abends war dann ein Bild des Sonnenuntergangs mit Spiegelung am Oderteich geplant.
Wie genau das Foto am Ende aussehen sollte, wusste ich jedoch bis zu meiner Ankunft vor Ort am Oderteich noch nicht. Da aufgrund der Trockenheit der Wasserstand schwer einzuschätzen war, habe ich mich von den Gegebenheiten vor Ort inspirieren lassen.
Welche Ausrüstung kam zum Einsatz, um das leuchtende Motiv zu meistern?
Aufgenommen habe ich das Bild mit meiner Fujifilm X-T3 und dem Weitwinkelzoom Fujinon XF10–24mmF4 R OIS WR – beides angebracht auf dem Reisestativ Rollei Lion Rock Traveller L.
Um die Kontraste zwischen den leuchtenden Wolken am Himmel und dem dunkleren Vordergrund zu meistern, kam ein Grauverlaufsfilter GND16 Medium von NISI zum Einsatz.

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