Zeit an der frischen Luft verbringen und die wilde Natur mit allen Sinnen erleben – da darf auch die Kamera nicht fehlen! Erfahren Sie hier, für welches Zubehör sich der Transport ins Grüne lohnt und wie Sie Landschaftsaufnahmen mit Weitwinkelobjektiv und Langzeitbelichtung erstellen.

Während „Urlaub“ für viele bedeutet, die Seele am Strand in der Sonne baumeln zu lassen, zieht es andere zum Wandern ins Grüne, um Körper und Geist in der wilden Natur zu erfrischen.
Schritt für Schritt: Landschaft mit Weitwinkel und Langzeitbelichtung
1. Planung im Vorfeld
Diese lebendige Landschaftsaufnahme hielt Frank Kammer auf einer individuell geplanten Rundreise durch Island auf der Halbinsel Snaefellsnes fest: „Tatsächlich war der Berg in diesem Bild, der Kirkjufell, der eigentliche Grund dafür, dass ich diese Reise gemacht habe. Circa ein Jahr zuvor hatte ich ein Foto von ihm mit dem Wasserfall davor im Internet gesehen. Das Motiv sprach mich sofort an.
So kam ich auf den Island-Geschmack und nach einigen Recherchen im Web kam dann der große Wunsch nach einer Reise dorthin auf. Also wurde eine komplette Rundtour für rund zweieinhalb Wochen geplant“, berichtet der Fotograf. Um seine Fotoausrüstung während der Rundreise sicher verstaut zu wissen und bequem zu tragen, wählte er den Fotorucksack Lowepro Flipside 500 AW II als Reisebegleitung.
2. Stativ, Weitwinkelobjektiv und Filter
Um die weitläufigen Landschaftsmotive Islands in starken Aufnahmen einzufangen, packte Frank Kammer folgendes Equipment in seinen Fotorucksack: die Canon EOS 7D, das Ultraweitwinkel-Zoomobjektiv Tokina 11–16mm f/2.8 AT-X Pro DX II für möglichst breite Blickwinkel, einen ND-Filter für längere Verschlusszeiten bei Tag sowie das Bilora-Stativ Twister Pro und einen Funkfernauslöser für wackelfreie und scharfe Langzeitbelichtungen.
3. Naher Vordergrund
Am Fotospot angekommen, ließ sich Frank Kammer von den Gegebenheiten vor Ort inspirieren, um seine eigene Perspektive auf das beliebte Motiv zu finden: „Ich wollte die weite Landschaft – inklusive des Kirkjufell – ablichten, aber auch die Dynamik des Wassers in den Vordergrund stellen. Hierbei kam mir der mit Moos bewachsene Stein gerade recht, da er eine schöne Linienführung für den Bildaufbau anbot“, erklärt der Fotograf und fügt hinzu:
„Das Auge wird so aus der Ecke des Bildes diagonal zur Bildmitte auf den Kirkjufell gelenkt. Für mich eine perfekte Komposition. Dann war natürlich der Einsatz eines Graufilters gesetzt, um das Wasser weich abbilden zu können und die Blende wegen der hellen Lichtbedingungen nicht zu weit schließen zu müssen.“
Nicht ohne Fotorucksack
Möchten Sie Ihren Aktivurlaub mit der Fotografie verbinden, benötigen Sie einen guten Fotorucksack, um die schwere Ausrüstung bequem über lange Strecken hinweg tragen zu können und sie bei schlechtem Wetter vor Regen zu schützen. Nicht fehlen sollte außerdem ein leichtes Reisestativ, ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv sowie ein Set an Filtern fürs Objektiv, bestehend aus Grauverlaufs-, Grau- und Polfilter.
Denn beim Ausflug in die Natur werden Sie vor allem eins vor die Linse bekommen: Landschaften, die im weiten Winkel und mit Langzeitbelichtung besonders gut zur Geltung kommen – siehe Bild und Anleitung links. Wer außerdem wilde und scheue Tiere fernab des Wegrands dokumentieren möchte, sollte auch ein Teleobjektiv einpacken, um diese aus der Ferne nah heranholen zu können.
Und egal, ob Wildlife oder Landschaft: Rechnen Sie die Zeit zum Fotografieren bei der Tagesplanung im Vorfeld mit ein – beide Genres erfordern Geduld und eine gewisse Portion Glück. Apropos Planung: Zwar bietet die Natur sowohl bei Tag als auch bei Nacht sagenhafte Motive, jedoch sorgen wie so oft vor allem die frühen Morgen- und späten Abendstunden für besonders atmosphärisches Licht.
Und auch das Wetter hat großen Einfluss auf die Wirkung Ihrer Bilder: Auch wenn wir uns im Urlaub meist gutes Wetter wünschen, verleihen dramatische Wolken am Himmel Landschaften oft das gewisse Etwas und nach einem Regenguss leuchten Wäldern in noch intensiveren Grüntönen.

Auf Wanderungen trifft man nicht selten auf heimische Tiere, die an den Menschen gewöhnt sind und ohne Scheu und mit Neugier nah an einen herankommen. Bei Tiermotiven wie diesen können Sie wunderbar zu Ihrem Smartphone greifen, um sie als Erinnerung festzuhalten.

Verzichten Sie dabei auf den digitalen Zoom Ihrer Handykamera und nutzen Sie die Einstellung 1× Ihrer Kameralinse für bestmögliche Bildqualität. Möchten Sie ein eher scheues Tier in Distanz fotografieren, empfehlen wir Kamera und Teleobjektiv.