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Canon EOS R einrichten: 9 essentielle Tipps

Auf diesem Artikel finden Sie wichtige Tipps für die Einrichtung Ihrer EOS R. Plus: Unser Fünf-Schritte-Guide für den Systemwechsel.

Canon EOS R einrichten: das sollten Sie wissen

Jede Kamera hat herstellerbezogene Funktionen, die Kameras anderer Hersteller nicht besitzen. Unser Kurzüberblick liefert Ihnen einen optimalen Start mit Ihrer neuen EOS R. Auf der rechten Seite finden Sie fünf Dinge, die Sie beim Umstieg von einer EOS-DSLR zu einer EOSR-Kamera beachten sollten.

Grundsätzlich können Sie sich bei einem EOS-R-Modell über einen deutlich größeren Ausstattungsumfang freuen, als Sie es von einer EOS-DSLR gewohnt sind. Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit, um die neue Kamera auf Ihre Bedürfnisse anzupassen.

1. Koordinierte Bildstabilisierung 

Wenn Sie eine EOS-R-Kamera besitzen, die eine integrierte Bildstabilisierung mitbringt, dann können Sie mit einem ebenfalls stabilisierten Objektiv auf eine duale Bildstabilisierung zurückgreifen. Daraus ergibt sich abhängig von der Kamera und dem Objektiv eine Kompensation von bis zu acht Blendenstufen – und das mit einem Sensor in Vollformatgröße.

Im Weitwinkelbereich ist die Sensorstabilisierung effektiver, im Telebereich punktet die Objektivstabilisierung. Es funktioniert sogar mit stabilisierten EF-Objektiven.

2. Schutz durch mechanischen Verschluss 

Klar, einen Spiegel besitzen EOS-R-Kameras nicht. Und doch fährt bei einigen Modellen kurz nach dem Ein- und Ausschalten etwas im Kameragehäuse hoch und runter. Was ist das? Es ist der mechanische Verschluss, der in diesem Fall als Sensorschutz dient.

Der Vorteil ist klar: weniger Staub auf dem Sensor beim Objektivwechsel. Dennoch gibt es im gelben Kameramenü die Funktion, diesen Sensorschutz offen zu lassen, sofern Sie dies bevorzugen. Wir empfehlen den Schutzvorhang zu aktivieren.

3. Tasten und Steuerungsring konfigurieren 

Die Kommunikation zwischen Objektiv und Kamera ist so fortgeschritten, dass Sie nicht nur Funktionstasten und Einstellräder Ihrer EOS konfigurieren können, sondern auch die des Objektivs. Das betrifft in erster Linie den Steuerungsring, den jedes RF- und RF-S-Objektiv mitbringt.

Darüber hinaus können Sie aber auch klassische Bedienelemente wie den Fokusring ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden. Den entsprechenden Menüpunkt finden Sie im lilafarbenen Autofokus-Menü.

4. Optischen Sucher simulieren 

Wenn Sie sich an den Umstieg vom optischen auf den elektronischen Sucher noch nicht gewöhnt haben, können Sie eine Simulation dieses optischen Suchers an Ihrer EOS R aktivieren. Das ist auch nützlich, wenn Sie mit Blitzlicht arbeiten. Um die Simulation des optischen Suchers zu aktivieren, gehen wir im roten Menü (der Canon EOS R3) auf die neunte Seite. Je nach Modell finden Sie diese Funktion an einer anderen Stelle im Benutzerhandbuch.

5. Canon-Connect-App nutzen 

Um Ihre EOS R drahtlos steuern und Bilder sofort mit anderen teilen zu können, ist die kostenfreie App „Canon Connect“ (erhältlich für Android und iOS) die richtige Wahl. Richten Sie Ihre EOS in den Wireless-Kommunikationseinstellungen (gelbes Menü) für eine Drahtlos-Kommunikation ein und verbinden Sie anschließend Smartphone und Kamera über die „Pairing“-Funktion.

6. Energiesparmodus aktivieren 

Abhängig von Ihrem EOS-R-Modell können Sie die Bildwiederholrate des elektronischen Suchers reduzieren. Bei der Einstellunge 120 B/s sehen Sie das Bild sehr flüssig, allerdings verbraucht die Kamera vergleichsweise viel Strom. Stromsparender ist die entsprechende Funktion im roten Kameramenü unter „Anzeigeleistung“.

7. Motiverkennung aktivieren 

Die neuesten EOS-R-Modelle sind mit einer leistungsstarken Motiverkennung ausgestattet. Sie können hier (abhängig von Ihrer EOS) zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden und folglich die Kamera ganz automatisch die Motive erkennen und sogar verfolgen lassen. Insbesondere bei dynamischen Motiven ist die automatische Fokussierung ein echter Mehrwert gegenüber den Autofokussystemen älterer EOS-DSLRs.

8. Eigenes Menü erstellen 

Eine sehr hilfreiche Funktion, die Sie bereits von EOS-DSLRs kennen, ist das eigene Kameramenü mit den individuellen Zugriffspunkten – gut erreichbar auf nur einer Seite. Sie finden den Menüpunkt zur Einrichtung im grünen Stern-Menübereich. Sie können nach Belieben sogar mehrere Registerkarten anlegen und auch die Position der Menüpunkte frei wählen.

9. Touchauslöser deaktivieren

Alle EOS-R-Modelle sind mit einem beweglichen Touchmonitor ausgestattet. Über eine Berührung auf das Display können Sie auch den Auslöser betätigen. Möchten Sie die Kamera lieber klassischerweise über die Auslösetaste steuern, dann können Sie die Funktion im roten Kameramenü deaktivieren. So laufen Sie nicht Gefahr, die Kamera unabsichtlich auszulösen.

Systemwechsel: von DSLR vs. CSC 

1 | Mit dem EF-EOS-R-Objektivadapter können Sie Ihre DSLR-Objektive an Ihrer neuen EOS-R-Kamera verwenden.

2 | Abhängig von Ihrer EOS können Sie die Akkus der DSLR weiterverwenden. Allerdings benötigt die CSC mehr Strom.

3 | RF-Objektive sind mit einem Steuerungsring ausgestattet, den Sie beliebig programmieren können.

4 | EOS-R-Kameras besitzen nur noch zwei AF-Modi: One Shot und AI-Servo. AI-Focus gibt es nicht mehr.

5 | Mit der Funktion „Leiser Auslöser“ aktiviert die Kamera automatisch den elektronischen Verschluss.

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