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„Normalerweise versuche ich, mindestens zweimal die Woche raus zum Fotografieren zu gehen.“ – 10 Fragen an Tobias Büttel

Seit seiner Jugend fotografiert Tobias Büttel – zuerst Landschaften und inzwischen immer mehr Bereiche der Naturfotografie, wie die Tierfotografie. Die Natur ist seine Quelle der Inspiration. Er möchte die Schönheit der Natur anderen Menschen näher bringen.

10 Fragen an Tobias Büttel

1. Wo ist das Bild entstanden?

Auf Sylt – im November 2021.

2. War es ein Zufallstreffer?

Natürlich hatte ich gehofft, während meines Besuches auf Sylt ein paar Aufnahmen von Seehunden machen zu können. Jedoch war es Zufall, dass ich sie an diesem Tag entdeckt habe und dieser hier im richtigen Moment diese Pose eingenommen hatte.

3. Wie weit waren Sie vom Motiv entfernt?

Ich habe aus rund 20 Metern Entfernung fotografiert und das Fujinon XF Telephoto Zoom 100–400mm f/4.5–5.6 benutzt.

4. Fotografieren Sie hauptsächlich Tiere?

In den letzten Jahren immer mehr, jedoch arbeite ich unter anderem auch an einem Projekt über das Abschmelzen unserer Gletscher in den Alpen, sodass ich in den Sommermonaten auch viele Landschaftsaufnahmen fotografiere.

5. Wann hat Ihre Leidenschaft für die Fotografie begonnen?

Schon als Kind bin ich im Garten meiner Eltern mit einer Einwegkamera umhergerannt und habe Pflanzen sowie Tiere fotografiert. Nach einer längeren Pause habe ich das Fotografieren beim Reisen nach dem Abitur wiederentdeckt und seit der Corona-Zeit hat die Fotografie einen festen Platz in meinem Leben.

6. Wie oft ziehen Sie los zum Fotografieren?

Normalerweise versuche ich, mindestens zweimal die Woche raus zum Fotografieren zu gehen. Zu besonderen Anlässen, wenn zum Beispiel Waldkauz-Ästlinge ihre Höhle verlassen, kann es auch vorkommen, dass ich beinahe jeden Tag unterwegs bin.

7. Was sind die schönsten Momente für Sie, wenn Sie fotografieren?

Einfach draußen zu sein, die Natur zu erleben. Ob das Genießen von Sonnenauf- oder Sonnenuntergängen hoch oben in den Bergen oder das Beobachten seltener Tiere – diese Momente sind es, die ich immer im Kopf behalten werde. Ein gelungenes Bild ist dann natürlich noch das i-Tüpfelchen.

8. Achten Sie beim Fotografieren bewusst auf Perspektive und Komposition?

Ja, da achte ich sehr drauf, da man diese Parameter im Nachhinein, abgesehen vom Zuschneiden von Bildern, nicht mehr ändern kann. Bei diesem Bild habe ich bewusst eine niedrige Aufnahmeposition gewählt, sodass ich auf Augenhöhe mit dem Seehund war. So hebt sich das Motiv auch besser vom Hintergrund ab und der Vordergrund wird unscharf.

9. Waren Sie an diesem Tag allein unterwegs?

Ich war zusammen mit drei weiteren Fotografen für ein verlängertes Wochenende auf Sylt zum Fotografieren unterwegs.

10. Was macht ein gutes Tierfoto für Sie aus?

Es muss den Betrachter in seinen Bann ziehen und Emotionen vermitteln. Dabei muss es nicht eine exotische Tierart sein. Viel wichtiger ist die Lichtstimmung, die Pose des Tieres und die Komposition des Bildes. Ich persönlich finde Fotos, die noch mehr vom Lebensraum eines Tieres zeigen, meist spannender als nahe Tierporträts.

Der Fotograf

www.tobiasbuettel.de | Instagram: @tobias.buettel

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