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„Ich bin kein Freund von Bearbeitung am Laptop.“ – 10 Fragen an Brigitte Gamperl

Brigitte Gamperl nutzt jede freie Minute für ihre Hobbys: Fotografieren, Fliegenfischen und Line Dance. Sie ist Mitglied im Fotoclub Schwarz-Weiß-Westbahn und nimmt regelmäßig an Fotowettbewerben teil.

10 Fragen an Brigitte Gamperl

1. Welches Gebäude ist hier abgebildet?

Das Bild ist im Justizpalast in Wien entstanden. Zu sehen ist die Eingangshalle nach den Eintrittskontrollen.

2. War es eine geplante Aufnahme?

Ja, das Foto ist im Rahmen eines Workshops entstanden. Hierfür wurde alles organisiert. Man bekommt dort nur Zutritt, wenn man eine Erlaubnis hat sowie einen Sicherheitscheck durchläuft. Wir konnten uns dann aber während des Workshops im Haus selbstständig bewegen. Einzig ein Stativ war nicht erlaubt.

3. Warum war der Saal so leer?

Es war freitagnachmittags und die Amtsstunden vorbei, sodass wir das Haus fast für uns allein hatten.

4. Sie haben eine sehr weitwinklige Perspektive gewählt. Warum?

Es schien mir einfach passend, die wunderschöne Eintrittshalle auf diese Weise in ihrer vollen Größe zu zeigen.

5. Nutzen Sie gern solche Brennweiten?

Architektur fotografiere ich tatsächlich gerne mit einem Weitwinkelobjektiv. Das Genre schreit ja förmlich danach. Am liebsten habe ich mein Fisheye-Objektiv mit einer Brennweite von 8mm montiert.

6. Haben Sie Ihre Aufnahme noch bearbeitet?

Ich bin kein Freund von Bearbeitung am Laptop. Ich fotografiere immer noch, als wären es Dias, da mussten die Bilder von Haus aus ordentlich erstellt werden. Wenn überhaupt, benutze ich das Apple eigene Fotoprogramm, um den Bildausschnitt festzulegen oder die Bilder etwas aufzuhellen oder abzudunkeln.

7. Ist die Architektur Ihr Lieblingsgenre?

Ich setze mich am liebsten mit vorgegebenen Themen auseinander – habe aber dabei stets im Hinterkopf, die Bilder so zu gestalten, dass ich einen Vortrag in unserem Fotoklub halten oder sie für Wettbewerbe einreichen kann. Bei der Architekturfotografie gefällt mir die Vielfältigkeit und die praktisch unendlich vielen Möglichkeiten.

8. Nehmen Sie häufig an Workshops teil?

Ich besuche seit vielen Jahren ziemlich regelmäßig Workshops, wie zum Beispiel von Creativ Foto (www.cf1.at, Anm. d. Redaktion). Da gibt es genug Inspiration oder man kann sich auch einen Workshop zu einem Thema wünschen.

9. Was war das schönste Gebäude, das Sie bislang fotografiert haben?

Wir haben hier in meiner Heimatstadt Wien Unmengen von historischen, aber auch von ganz modernen Bauten. Da fällt mir wirklich die Wahl nach dem schönsten Gebäude schwer. Entscheiden kann ich mich daher nicht. Der Justizpalast gehört aber sicher zu den Highlights.

10. Was ist Ihrer Meinung nach besonders herausfordernd an der Architekturfotografie?

Ich habe das Gefühl, dass es immer schwieriger wird, eine Erlaubnis zum Fotografieren zu erhalten, auch bei öffentlichen Gebäuden – meist aus Sicherheitsgründen. Privat geht in der Regel sowieso nichts.

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