Mit dem Sigma 24mm F1.4 DG DN Art hat der japanische Hersteller ein für spiegellose Vollformatkameras optimiertes Weitwinkelobjektiv vorgestellt. Wir haben uns für Sie angesehen, was die Neuheit kann.

Sigma 24mm F1.4 DG DN Art im Test

Pro & Kontra
+ Sehr gute optische Leistung
+ Umfassende Ausstattung
+ Wertiges Objektivdesign
+ Rasanter, präziser Autofokus
- Auflösung nicht ganz so stark wie beim (teureren) Konkurrenzmodell von Sony
Bewertung
- Auflösung (45 %): 87,9 %
- Objektivgüte (30 %): 93,3 %
- Ausstattung (15 %): 92,0 %
- Autofokus (10 %): 99,2 %
- Gesamtbewertung: SEHR GUT, 91,3 %
Bereits beim Auspacken des Objektivs glänzt das Sigma mit einer hochwertigen Verarbeitung. Das Gehäuse sowie die einrastbare Gegenlichtblende verkörpern ein langlebiges Design. Das 24mm F1.4 DG DN Art ist in Bezug auf Brennweite und Lichtstärke allerdings nicht die erste Weitwinkelfestbrennweite, die Sigma mit Sony-E-Mount vorgestellt hat.
Seit Juni 2018 ist das ursprünglich für DSLRs konzipierte 24mm F1.4 DG HSM Art auch für Alpha- Kameras erhältlich. Die Unterschiede zwischen den beiden Objektiven zeigen sich nicht nur äußerlich (die DN-Version ist deutlich kleiner, leichter und besser ausgestattet), sondern auch beim Blick ins Objektivinnere: Sigma hat den optischen Aufbau mit nun 17 Linsen in 14 Gruppen komplett neu aufgebaut.
Die Ausstattung des 24mm F1.4 DG DN Art umfasst einen manuellen Blendenring sowie eine ganze Reihe von Schaltern für AF/MF, Fokus-Arretierung sowie für die Blendenrastung. Zudem bietet das Objektiv eine Fokushaltetaste, die Sie mit einer Funktion Ihrer Wahl im Kameramenü belegen können.
Im Praxistest überzeugt das 520 Gramm leichte Objektiv mit einer hervorragenden Handhabung. Mit einem Neupreis von 899 Euro ist es aktuell rund 200 Euro teurer als die DG-HSM-Version. Wie steht es also um die optische Qualität?
In Summe sehr gut
Gemessen an der Alpha 7R IV überzeugt das Objektiv im Testlabor mit einer sehr guten Abbildungsleistung. Zwar ist die Auflösung bei Offenblende f/1,4 nicht ganz so hoch wie erwartet, unterm Strich schneidet das Objektiv aber sehr gut ab.
Das liegt auch an einer professionellen Objektivgüte. Die Vignettierung fällt bei f/1,4 zwar deutlich aus, allerdings verbessert sich das Objektiv bei bereits zweifach geschlossener Blende f/4. Zudem lässt sich die Randabdunklung in der Nachbearbeitung einfach korrigieren. Die angesprochene Ausstattung ist super.
Noch mehr Punkte hätte es gegeben, wenn die Optik mit einem Bildstabilisator ausgestattet worden wäre. Der Verzicht ist aufgrund des Weitwinkelbereichs aber verschmerzbar. Absolut top ist das Sigma zudem in puncto Autofokus: Dank rasanter Geschwindigkeit und sehr hoher Genauigkeit sichert sich das Objektiv hier satte 99,2 Prozent.
Sigma 24mm F1.4 DG DN Art Alternative: Sony FE 24mm F1.4 GM
Wenn Sie eine Alternative für eine E-Mount-Kamera suchen, dann finden Sie mit dem G-Master-Modell eine teurere (1.339 Euro), in Bezug auf die Auflösung aber auch bessere Wahl.
Testurteil: 93,2 %, SEHR GUT