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Star-Wars-Motive: Fotoinszenierung on Location

Fotograf Sascha Perlinger und Model Cara-Elisa Masche nahmen den fiktiven Filmcharakter „Rey“ aus den Star-Wars-Filmen zur Grundlage für ein spannendes Fotoprojekt.

Star-Wars-Motive: Kostüm wie im Film

Egal, ob Fan oder nicht: Von den Star-Wars-Filmen haben wir alle schon gehört. Die meisten haben wenigstens einen Teil der Kino-Saga auch tatsächlich gesehen. Charaktere wie Darth Vader, Prinzessin Leia, Luke Skywalker und viele mehr sind uns allen mehr oder weniger vertraut. Wahre Fans nutzen passende Anlässe, um sich wie die Filmfiguren zu verkleiden.

Episches Fotoprojekt

Fotograf Sascha Perlinger ging noch einen Schritt weiter. Er inszenierte ein episches Fotoprojekt, für das er zwei Jahre bis zur finalen Fertigstellung brauchte. „Ich bin seit meiner Kindheit großer Star-Wars-Fan, besitze zahlreiche Fanartikel und Requisiten und habe alle Filme hunderte Male gesehen“, verrät er und führt weiter aus:

„Auch die unter eingefleischten Fans recht umstrittene neue Trilogie um die Protagonistin ,Rey‘ liebe ich.“ Anfang 2020 stieg Perlinger von der Landschafts- und Wildlifefotografie auf die Porträtfotografie um und traf dabei zufällig auf das Model Cara-Elisa Masche (Instagram: @cara.mash), die laut Perlinger eine verblüffende Ähnlichkeit mit „Rey“-Darstellerin Daisy Ridley besitzt.

„Cara hatte die Star-Wars-Filme nie gesehen und konnte mit meinen Aussagen über ,Rey‘ nichts anfangen“, erzählt Perlinger. „Ich zeigte ihr ein paar Fotos und die Idee kam auf, sie im Stil der Filmfigur zu inszenieren.“

Locationsuche

„Wir haben wochenlang verzweifelt nach einer geeigneten Location in Deutschland gesucht und wurden schließlich in der Eifel bei den Trasshöhlen fündig“, berichtet der Fotograf. „Wir fanden eine riesige Höhle mit vier Eingängen vor, in der das Licht einfach perfekt war. Im Zusammenspiel mit dem blauen Lichtschwert ergab sich zudem ein cinematischer Farbkontrast“, schwärmt Perlinger, der die entstandenen Aufnahmen im Internet veröffentlichte und auf viel positive Resonanz stieß.

„Also entschieden wir uns zwei Jahre später für einen zweiten Teil der Serie, diesmal mit etwas mehr Vorbereitung und einer Location außerhalb Deutschlands.“ Teil zwei: Gran Canaria Da sich Perlinger auf der Kanareninsel gut auskennt und die karge Landschaft perfekt zum Filmstil passt, ging die Reise im April 2022 genau dorthin.

„Die schwierigste Lichtsituation hatten wir in den Dünen Gran Canarias, vor Sonnenaufgang. Hier diente als ,Lichtquelle‘ lediglich das Lichtschwert – zu Beginn der Blauen Stunde“, so Perlinger, der hier mit einer Verschlusszeit von 1/80 s und einem ISO-Wert von bis zu 4000 arbeiten musste.

„Ich versuche, Outdoor stets mit Available Light zu arbeiten, um einen möglichst natürlichen Look einer Szenerie zu erhalten. Indoor arbeite ich dagegen mit vielen Kunstlichtquellen“, berichtet der Fotograf.

„Das Fotografieren in den Sanddünen Gran Canarias ist ein schwieriges Unterfangen, vor allem in der Dunkelheit. Man muss auf seine Ausrüstung gut Acht geben. Der feine Sand gelangt sehr schnell auf die Ausrüstung und in den Rucksack, wenn man nicht aufpasst“, erzählt uns der Fotograf, der zum Schluss noch über die schwierigste Herausforderung während der Fotoarbeiten spricht:

„In den Bergen auf 2000 Metern Höhe gibt es einen Spot mit einer Art Felstor, den ich bisher nur von Fotos kannte. Dieser ist vom Parkplatz aus nur durch sehr unwegsames Felsgestein zu erreichen. Es war sehr stürmisch und zugegebenermaßen riskant, bei diesen Wetterbedingungen den Spot zu suchen, zumal ein eisiger Wind blies. Als wir den Spot fanden, wurden wir jedoch für unseren Einsatz mehr als belohnt – was für ein dramatischer Anblick. Aber auch ein sehr riskantes Unterfangen, dort zu fotografieren, was ich unter diesen Umständen nicht noch einmal machen würde.“

Der Fotograf

Sascha Perlinger ist ein IT-Architekt, der seit 2018 seiner großen Leidenschaft Fotografie nachgeht. Zunächst konzentrierte er sich auf Landschaften und Wildlife. Seit 2020 setzt er seinen Fokus auf Porträts – im Speziellen auf „cinematische Porträts“, wie er seine Aufnahmen selbst bezeichnet.

„Bei meinen Fotos geht es mir weniger darum, authentische Porträts aufzunehmen, sondern darum, die Realität hinter mir zu lassen und die Models eine Rolle spielen zu lassen und eine Geschichte zu erzählen“, so der Fotograf.

Instagram: @perlinger.portraits

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