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Ratgeber

Sport und Action: Matthias Hangst gibt nur so viel Kontrolle wie nötig an die Automatik seiner Kamera ab

Matthias Hangst gibt nur so viel Kontrolle wie nötig an die Automatik seiner Kamera ab. Auch moderne AF-Techniken wie Gesichtserkennung und 3D-Tracking stellt der Profi und Nikon-Botschafter auf die Probe und studiert jede Einstellung präzise.

Grundvoraussetzung für Matthias Hangst: Equipment kennen und verstehen

„In der Sportfotografie gilt es Dinge festzuhalten, die schnell passieren und nicht wiederholbar sind. Es ist deshalb extrem wichtig, sein Werkzeug zu verstehen und zu beherrschen, um sich dann keine Gedanken machen zu müssen, wenn man es einsetzt.

Da die Geräte heutzutage extrem modern und technisch sehr anspruchsvoll sind, nehmen sie uns eine Menge Arbeit ab. Am Ende verleitet es aber einfach dazu, dass man sich nicht mehr so ausführlich damit auseinandersetzt, wie man eigentlich sollte. Sein Equipment zu verstehen, ist aber die absolute Voraussetzung für die Sportfotografie. Mit der Nikon Z 9 und ihren modernen Autofokus-Techniken – plus die neue Linse Z 400mm – beginnt auch bei mir ein ganz neuer Lernprozess. Vor der Z 9 habe ich AF-Systeme wie Gesichtserkennung und 3D-Tracking nicht genutzt.

Die Z 9 hat dies geändert, jedoch muss ich noch den richtigen Weg finden, diese perfekt für meine Fotografie, die Sportfotografie, zu nutzen. Man könnte sagen: Ich trainiere nun schon seit einiger Zeit, in welcher Situation welches AF-Setting am meisten Sinn macht. Ich vergleiche meine Arbeit gerne mit dem Klavierspielen: Fast jeder meiner Finger bedient einen Knopf bzw. eine Funktion auf der Kamera oder dem Objektiv“, sagt Hangst.

AF-Stopp am Teleobjektiv anpassen

„Die Fokushaltetasten waren ursprünglich mal da, um den Autofokus stoppen zu können. Bei mir liegt dahinter eine andere Funktion: In der Regel arbeite ich mit dem dynamischen Autofokus. Dieser wählt je nach Einstellung aus 25 oder 9 Punkten automatisch den Fokus aus.

Es gibt aber Situationen, in denen ich kurzfristig die absolute Detail-Kontrolle über meinen Autofokuspunkt haben möchte. Das erreiche ich, indem ich die Fokushaltetaste am Objektiv drücke und gedrückt halte. Dann springt die Kamera automatisch in den kontinuierlichen Einzelfeld-Autofokus.

Das heißt, ich habe nur noch einen AF-Punkt ohne Erweiterung aktiviert. Das gibt mir absolute Kontrolle über ein ganz kleines Fokusfeld, um genau festlegen zu können, wo, wie und was ich fokussiere“, so Hangst.

Perfekte Kombi aus Kamera und Optik

„Die Nikon Z 9 ist ein mächtiges Tool und bietet eine ganz neue Autofokus-Funktionalität. Theoretisch kann man sie einfach aus der Box nehmen und gute Bilder machen. Wer jedoch – wie wir Profis – das Potenzial der Kamera bis zum Letzten ausreizen möchte, muss diese AF-Techniken genau studieren und die Settings individualisieren.

Auch das lichtstarke Nikkor Z 400mm 1:2,8 TC VR S bringt eine unglaublich gute Schärfeleistung mit sich und ist dank geringem Gewicht und integriertem Telekonverter im Gegensatz zu seinem Vorgängermodell noch besser zu händeln. Die Z 9 und das neue Super-Teleobjektiv sind wirklich eine perfekte Kombination, die jedoch viel Training verlangt, um alle Funktionen voll auskosten zu können“, so Hangst.

Der Profi: Matthias Hangst

Matthias Hangst ist ein preisgekrönter Sportfotograf mit Sitz in Karlsruhe. Neben zahlreichen Auszeichnungen für seine Arbeit bei globalen Sportevents hat er erfolgreiche Werbekampagnen für namhafte Marken fotografiert und arbeitet regelmäßig im Auftrag von Sponsoren und Organisationen. Er ist zudem Chief Sports Photographer bei Getty Images und Nikon Ambassador Deutschland.

www.matthiashangst.com

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