Halten Sie Urlaubsfotos mit persönlicher Note fest, indem Sie sich selbst oder Ihre Familie in eindrucksvolle Bergkulissen porträtieren. Alexander Lauterbach gibt entscheidende Tipps, die Location, Kamera und Bildaufbau betreffen.

Selbstporträt in den Bergen
Kraftvoll, imposant und unglaublich fotogen: Wer einmal von den Bergen und ihrer meist idyllischen Umgebung – egal, ob in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder an einem anderen Ort der Welt – in den Bann gezogen wurde, kennt das Gefühl von Freiheit, das man dort verspürt, und weiß, welche Wohltat es für Körper und Geist bedeuten kann, Zeit inmitten der schroffen Riesen zu verbringen.
Der Anblick auf eine Berg- oder Felslandschaft – oder von einer Erhebung hinunter ins Tal – beeindruckt immer wieder aufs Neue und macht die Welt der Berge somit zu einem echten Motivparadies für viele Landschafts- und Naturfotofans.
Insbesondere zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang erwartet Fotografierende in den Bergen eine unvergleichbar magische Atmosphäre, jedoch auch zu anderen Tageszeiten lassen sich hier eindrucksvolle Lichtmomente einfangen. So sorgen schnelle Wetterumbrüche in den Bergen – vor allem im Hochsommer – teilweise in Minutenschnelle für unerwartet spektakuläre und stimmungsvolle Fotomomente.
Für einmalige Motive und maximale Sicherheit gilt deshalb: Behalten Sie das Wetter bei Ihrem Ausflug in die Höhen stets im Auge – und die Kamera am besten immer griffbereit!
Von Location bis Bearbeitung: Selbstpoträt in Landschaft mit Weitblick
1. Location und Licht
Diese stimmungsvolle Aufnahme hielt Alexander Lauterbach bei einem Kurzurlaub mit Fotofreunden in der Sächsischen Schweiz fest. Nach einer passenden Nebel-Vorhersage machten sich die Fotografen mitten in der Nacht auf zum Lilienstein, einem der markantesten Berge des Elbsandsteingebirges mit wunderbarem Blick über die Elbe-Region.
Kurz nach Sonnenaufgang machte Lauterbach einige Aufnahmen mit der kleinen Kiefer auf dem Felsen. Da er einen Funk-Fernauslöser angeschlossen hatte, entschied er sich spontan dazu, sich auch mal selbst als Element im Bild zu inszenieren.
Letztendlich gefiel dem Fotograf dieses Selbstporträt inmitten der eindrucksvollen Naturkulisse sogar besser als die reinen Landschaftsfotos, da es für ihn eine persönliche Erinnerung an diesen schönen Fotourlaub darstellt.
2. Kamera und Zubehör

Um die weitläufige Landschaft eindrucksvoll im Bild einzufangen, verwendete Alexander Lauterbach das Weitwinkel-Zoomobjektiv Canon EF 16–35mm f/4 L IS USM, das er per Adapter zusammen mit einem Grauverlaufsfilter von LEE Filters auf seiner Sony Alpha 7R II anbrachte. Zudem nutzte der Fotograf, wie bereits erwähnt, einen Funk-Fernauslöser, um sich selbst im Bild zu platzieren und die Kamera aus der Ferne auszulösen. Alternativ können Sie natürlich auch mit dem Selbstauslöser Ihrer Kamera arbeiten.
3. Bildaufbau und Bearbeitung
Beim Aufbau des Bildes achtete Alexander Lauterbach besonders darauf, den Bildbrennpunkt nicht nur auf die Kiefer im Vordergrund und sich selbst zu richten, sondern auch die wunderschöne Nebellandschaft im Hintergrund mit in das Bild einzubeziehen. Der Aufnahmewinkel wurde zudem so gewählt, dass die Kiefer einen Kontrast zum helleren Nebel bildete und der „leere“ Himmel möglichst wenig Raum im Bild einnahm.
Um eine ausgedehnte Schärfe von Vorder- bis Hintergrund zu erhalten sowie die Sonne im Gegenlicht in einen reizvollen Blendenstern zu verwandeln, wählte der Fotograf einen mittleren Blendenwert von f/11. In der Nachbearbeitung wurden die dunklen Bereiche etwas aufgehellt und der hellere Himmel etwas abgedunkelt. Zudem entfernte Lauterbach ein paar störende Äste im Vordergrund.