Es muss nicht immer groß geplant werden bei Fotoshootings – hier war es eine kurze Begegnung zwischen Model und Fotografin, die Spannung erzeugte. Wir haben nachgefragt, wie die Bilder entstanden sind.

Porträtshooting in den Gassen Kölns
Man kann von Instagram und Co. halten, was man möchte. Die einen verfluchen die Plattformen als sinnlose Zeitverschwendung, andere feiern sie, weil dadurch schnell und unkompliziert Kontaktaufnahmen möglich sind.
Für das hier gezeigte Porträtshooting machte sich Fotografin Veronika Haas Instagram zunutze und kontaktierte ein Model, das sie schon lange vor die Linse bekommen wollte, wie sie uns erzählte.
„Sofia Pedrazzoli ist ein internationales Model. Wir kannten uns vorher nicht. Per Zufall entdeckten wir uns gegenseitig auf Instagram, da sie nach Köln reiste, und so haben wir zueinander Kontakt aufgenommen“, berichtet Haas.

Und dann ging alles ganz schnell. Pedrazzoli, die unter @madame.soph auf der Social-Media-Plattform zu finden ist, hatte nur wenige Stunden für ein Fotoshooting Zeit, da sie sich kurz vor der Weiterreise nach Frankfurt befand. „Wir beschlossen, uns vor ihrem Hotel zu treffen, und schauten dann, was wir entwickeln würden“, verrät die Fotografin ihre erste echte Begegnung und ergänzt:
„Ich liebe solche Herausforderungen. Sie lassen mich wachsen. Schnell den Hintergrund beziehungsweise die Kulisse zu checken, Licht zu fühlen und zu sehen und dem Model so viel Freiraum zu lassen, dass sie sich selbst entfalten kann. Das ist für mich Magie.“
Tatsächlich dauerte das Shooting nicht lang. Vom Hotel zogen die beiden rund um das Kölner Bahnhofsviertel und ließen sich auf die Stimmung ein, die sich zwischen ihnen entwickelte. Haas gewährte dem Model dabei so viele Freiräume wie möglich und intervenierte nur punktuell.
„Grundsätzlich wussten wir zwei ja, auf was wir uns einlassen würden. Sofia fand meinen Stil der Aufnahmen toll und ich ihre Art zu posen“, erklärt Haas. Dadurch war auch klar, in welche Richtung die Aufnahmen schließlich gehen würden – locker, frisch, frech und doch klassisch und stilvoll.
Zeitlos schön

Ein bisschen erinnern die Fotos, von denen hier nur eine kleine Auswahl Platz finden, an die legendären Aufnahmen des Modefotografen Peter Lindbergh, der dafür bekannt war, seine Top-Models immer wieder selbstbewusst in Szene zu setzen.
Die Assoziation mag wahrscheinlich auch daher rühren, dass Haas einen großen Teil der Serie in Schwarzweiß umwandelte. So wirken die Bilder zeitlos schön. Auch die Frisur des Models unterstreicht den Lindbergh-Look.
Hochzeiten, aber nicht nur
„Hauptsätzlich bin ich Hochzeitsfotografin“, beantwortet Veronika Haas die Frage danach, ob sie solche Porträts öfter umsetzt.
„Meine Leidenschaft gilt aber allen Arten von Shootings mit Menschen. Ich bin fest davon überzeugt, dass man nur so immer weiterlernen und wachsen kann. Ich bin in einem ständigen Entwicklungsprozess und strebe nach mehr. Mehr Emotion, Gefühl und dem perfekten Bild.“

Seit 20 Jahren widmet sich Veronika Haas der Fotografie. Sie hat sich auf Hochzeiten, Lovestorys und Porträt-Shootings spezialisiert. „Mit meinen Porträts möchte ich jeder Frau zeigen, dass genau so, wie sie ist, sie am schönsten ist! Und sie ermutigen, sich selbst zu lieben und stolz auf ihre Einzigartigkeit zu sein.
Es ist eine kraftvolle Botschaft, die weit über ein einfaches Foto hinausgeht. Für mich geht es darum, die wahre Schönheit einzufangen – nicht nur äußerlich, sondern auch ihre Stärke, ihre Ausstrahlung, ihre Individualität.“
www.veronikahaas.de | Instagram: @veronikahaas.de