Lust auf Makro? Lassen Sie sich von unseren beeindruckenden Motivideen inspirieren und entdecken Sie die facettenreiche Welt der Nahaufnahmen. In diesem Artikel zeigt Ihnen Alfred Preuß, wie er seine prachtvollen Insekten regelmäßig im Heimstudio in Szene setzt.

Gespiegelte Blütenmantis
Die Ausrüstung:
- Nikon D850
- AF-S VR Micro-NIKKOR 105mm 1:2,8G IF-ED
- Studioflächenblitz von Mannesmann
- schwarze Plexiglasplatte
- schwarzer Pappkarton
Eine Herausforderung, die es in der Makrofotografie immer wieder zu meistern gilt, ist die geringe Schärfentiefe. Um durchgehend scharfe Hauptmotive zu erzielen, greifen viele Fotograf*innen deshalb auf eine spezielle Aufnahmetechnik zurück, mit der sich die Schärfe quasi „stapeln“ lässt: dem sogenannten Focus-Stacking.
Als Basis dieser Technik dient eine Fotoserie, die vom selben Standpunkt aus und bei identischer Belichtung aufgenommen wird, während sich der Fokus (bestenfalls) in möglichst kleinen Schritten über das Motiv hinweg verschiebt. Diese Fokusreihe wird anschließend in einer speziellen Stacking-Software oder in Photoshop zusammengefügt.
Die Vorbereitung
Alfred Preuß ist fasziniert von seinen selbst gezüchteten Gottesanbeterinnen und setzt die prachtvollen Insekten regelmäßig in seinem Heimstudio in Szene. Diese Blütenmantis (s. oben) in Drohhaltung fotografierte der Hobbyzüchter vor einem schwarzen Hintergrund auf einer schwarzen Plexiglasplatte mit spiegelnder Wirkung. Um ein weiches Licht – und somit ein Motiv ohne starke Reflexe und ausgefressene Farben und Details – zu erhalten, arbeitete der Fotograf mit einem Studioflächenblitz.
Die Umsetzung

Da die Blütenmantis zu den Lauerjägern gehört, blieb sie ruhig sitzen und der Fotograf hatte genug Zeit, um manuell eine Fokusreihe aufzunehmen. Danach ging es für die Blütenmantis zurück ins Terrarium und für Alfred Preuß an den Rechner, an dem er die Einzelfotos mithilfe der Software Helikon Focus zusammenfügte.