Sie haben zwischen den Feiertagen frei? Und wollten schon seit Wochen mal wieder eine Fotografie-Ausstellung besuchen? Wir haben da einige Empfehlungen für Sie und können Ihnen wirklich nur ans Herz legen, mal einen Blick drauf zu werfen.

Dennis Stock, 1928 in New York geboren und 2010 in Florida gestorben, gehört zu den großen amerikanischen Fotografen der Nachkriegszeit. Er fotografierte die ikonischen Bilder des Hollywood-Helden James Dean. (Suermondt-Ludwig-Museum)

Der deutsche Fotograf Vincent Peters gilt als einer der besten Mode- und Werbefotografen der Welt. Im österreichischen Graz stellt er nun einige Werke aus seinem neuen Buch „The Light Between Us“ vor. Ins richtige Licht gesetzt hat er unter anderem Hollywoodgrößen wie Cameron Diaz, Emma Watson oder Scarlett Johansson. (Atelier Jungwirth)

Im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg werden u.a. Arbeiten von Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Christer Strömholm, William Klein, William Eggleston, Thomas Hoepker und Bruce Gilden präsentiert. Insgesamt folgt die Ausstellung dem Gang der Technik- bzw. Fotografiegeschichte. (Deichtorhallen Hamburg)

Vor 300 Jahren bestieg der Hannoveraner Kurfürst Georg Ludwig den Thron Großbritanniens als King George I. Aus diesem Anlass hat das Sprengel Museum Hannover den britischen Fotografen Martin Parr eingeladen, in und um Hannover nach britischen Einflüssen zu suchen. Die Ausstellung deckt
ungemein viele Überbleibsel auf, die sich in Niedersachsen bis heute erhalten haben. Martin Parr ist bekannt für seine mit schwarzem Humor gespeisten Dokumentarfotos. (Sprengel Museum)

3.000 km durch Hochland und Urwald, im Gepäck die Fußbälle der Spendenaktion „Ballwechsel“, die bei der Ausstellung „Spiel-Macher“ im vergangenen Jahr abgegeben wurden. Die Wohlmanns übergaben sie unterwegs an Familien, Dorfgemeinschaften und Schulen: „Die Freude über die Bälle war riesig, die blitzenden Augen der Kinder, das breite Lächeln bis hin zu überwältigenden Freudentränen, Freudentänze und spontane Spiele waren für uns die eigentliche Triebkraft des Projekts und werden uns für immer im Gedächtnis bleiben.“ (Deutsches Sport & Olympia Museum)

Auf der Suche nach dem Finden von Bildern konzentrierte sich Michael Schade auf Alltäglichkeiten, die normalerweise unbemerkt bleiben. Ungewöhnliche Perspektiven, radikale An- und Ausschnitte und unkonventionelle Blickwinkel zeichnen seine Werke aus. (Hochschule für Grafik und Buchkunst)

Für Liebhaber klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie und für Rock-, Pop- und Soulmusik-Fans! Die Ausstellung vereint mehr als 150 Künstlerporträts, darunter Patti Smith, Tina Turner, die Rolling Stones, Johnny Cash, Ray Charles, Miles Davis und Frank Zappa. Aber auch Pop-Art-Künstler Andy Warhol, Apple-Mitgründer Steve Jobs und den Dirigenten Zubin Mehta setzte der Fotograf in Szene. (Zephyr Raum für Fotografie)

Ein Blick auf ein anderes, fast vergessenes Afghanistan. Die Ausstellung rekapituliert die Geschichte und die Schätze des Landes und versucht, sie wieder sichtbar zu machen. Eine Auswahl der im Jahre 1953 entstandenen Bilder der Fotografin Yvonne von Schweinitz sind im Kunstfoyer zu sehen. (Kunstfoyer)

„Aus dem Kerker dieser Bilder gibt es kein Entkommen“, schreibt ein Journalist. Zu sehen sind ausgewählte Standbilder aus Filmen von den späten Neunzigern bis heute: Models (1998), Hundstage (2001), Brüder, lasst uns lustig sein (2006), Import Export (2007), die Paradies-Trilogie Liebe, Glaube, Hoffnung (2012) und Im Keller (2014). Seidls kompromisslose Kompositionen funktionieren aber auch völlig losgelöst von seinen Filmen. (Ostlicht Galerie für Fotografie)

Aufregende, verspielte und provokative Fotografien: In Sassens Bildern werden die Körper der Models bis an die Grenzen der Abstraktion inszeniert. Mit ihren performa¬tiven und stark stilisierten Bildern bringt sie die Modefotografie bis an den Rand der Lesbarkeit. Die Fotografin fordert die Modeindustrie heraus, visuell fantasievoller zu werden. (Fotomuseum Winterthur)

RealSurreal führt den Besucher durch das Neue Sehen in Deutschland, den Surrealismus in Paris und die Avantgarde in Prag mit Themen wie Porträt, Akt, Objekt, Architektur und Experimentelles. Das Neue Sehen lässt sich anhand seltener Originalabzüge namhafter Fotografen wörtlich nehmen und die Bandbreite der Fotografie zwischen real und surreal neu entdecken. (Kunstmuseum Wolfsburg)

Eine Sammelausstellung mit den oben genannten Künstlern, für die ein geöffneter Geist und viel Raum für Interpretation nötig ist. Jede Stadt bringt ihre eigene Stimmung und Urbanität mit sich – oftmals beeinflusst sie die Identität ihrer Bewohner. Jeder empfängt die urbanen Schwingungen, ob er nun voller Liebe für seine Stadt ist oder in einer Hass-Liebes-Beziehung mit ihr lebt. (Christophe Guye Galerie)
Mit dabei sind Ausstellungen in den Städten Aachen, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Winterthur und Wolfsburg, aber auch die Schweiz ist mit Zürich und Österreich mit Graz und Wien vertreten. Schauen Sie vorbei, es lohnt sich!
Unsere Bildergalerie enthält alle Ausstellungs-Empfehlungen – sortiert nach Städten in alphabetischer Reihenfolge und inklusive Beispiel-Artwork.
Aufgelistet finden Sie hier die Direkt-Links zu den jeweiligen Ausstellungen:
- Aachen: Dennis Stock
- Graz: Vincent Peters
- Hamburg: 100 Jahre Leica
- Hannover: Martin Parr
- Köln: Ballwechsel
- Leipzig: Michael Schade
- Mannheim: Norman Seeff
- München: Yvonne von Schweinitz
- Wien: Ulrich Seidl Stills
- Winterthur: Viviane Sassen
- Wolfsburg: RealSurreal
- Zürich: Urban Spirit