Wälder und Wasser: Beide Motive besitzen eine magische Ausstrahlung und bieten Fotografen kreativen Spielraum bei der Umsetzung. Erfahren Sie hier, wann und wie Sie welches Bildergebnis erzeugen.
Denkt man an einen Wald, können verschiedene Bilder vor dem inneren Auge erscheinen. Von tropischen Regenwäldern über friedliche Laubwälder bis hin zu dunklen Tannenwäldern. Kaum ein Ort in der Natur ruft so viele verschiedene Assoziationen hervor. Eine Sache haben die unterschiedlichen Wälder jedoch gemein: Sie alle versprühen eine besondere Magie, die sie zu einem so reizvollen Motiv für die Fotografie macht.
Magische Momente einfangen
Glitzert Licht durch die Baumkronen eines knochigen Mooswaldes oder legt sich ein sanfter Nebel über die Kulisse tiefdunkler Tannen, schlägt das Naturfotografenherz gerne mal höher. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein ist entweder Glück – oder das Ergebnis von Geduld oder guter Vorbereitung. Möchte man im Wald fotografieren, spielt vor allem das Licht eine entscheidende Rolle. Bedeckte Tage erzeugen weiches Licht, was die Kontraste zwischen hellen und dunklen Teilen im Bild geringer hält und die unterschiedlichen Grünnuancen des Blätterspiels hervorhebt. Eine zauberhafte Atmosphäre versprechen sonnige Tage: Vor allem morgens und abends können schräg einfallende Lichtstrahlen eine schöne Stimmung zaubern. Eine besonders mystische Atmosphäre herrscht in Wäldern vor allem nach einem regnerischen oder an einem nebligen Tag. Hat es geregnet, wirken die Grüntone meist sehr intensiv, und es entstehen tolle Kontraste. Bei Nebel wird die Stimmung träumerisch, und einzelne Sonnenstrahlen, die durch das Dickicht der Baumkronen fallen, können sichtbar werden. In Sachen Objektiv empfiehlt sich in der Waldfotografie eine eher kurze Brennweite.
Ein Motivelement, das ebenso kraftvoll und magisch in seiner Wirkung sein kann ist Wasser. Egal ob in Form von einer kleiner Quelle, einem Bach oder einem glitzernden See: Wasser kann von Naturfotografen als kreatives Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Entscheidend hierbei ist vor allem die Belichtungsdauer. Wieso genau, erfahren Sie im Kasten unten.

Das Element Wasser
Kraftvoll, dynamisch, mystisch: Das Element Wasser hat viele Facetten und kann eine magische Aura in Fotos versprühen. Egal ob ein klarer ruhiger See mit spiegelnder Oberfläche, ein leiser, vor sich hin sprudelnder kleiner Bach oder ein vor Kraft strotzender reißender Fluss – Wasser bietet Naturfotografen großen kreativen Spielraum sowie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, es auf den Sensor zu bannen. Entscheidend für die fotografische Darstellung ist hierbei vor allem die Dauer der Belichtungszeit. Möchte man die Fließbewegung von Wasser festhalten, sollte eine längere Belichtungszeit gewählt werden. Natürlich variieren die optimalen Einstellungen hierbei je nach Fließgeschwindigkeit der jeweiligen Wasserquelle, allgemein gilt jedoch, dass fließendes Wasser ab 1/30 Sekunde eine leichte Bewegungsunschärfe aufweist; und ab 1/8 Sekunde als weicher Wasserschleier festgehalten wird. Möchte man die Bewegung hingegen einfrieren, sollte eine Verschlusszeit von ab 1/250 Sekunden gewählt werden. Zum kompositorischen Gestaltungsmittel wird Wasser außerdem auf Grund seiner spiegelnden Eigenschaft. Spiegelmotive in der Natur haben eine faszinierende Wirkung und verleihen Fotos einen magischen Charakter und besonderen Reiz.
Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite: www.stefan-hefele.de
Bei Langzeitbelichtungen sind Sie auf ein stabiles Stativ angewiesen. Wir haben in unserem letzten Test sieben Landschaftsstativen auf den Zahn gefühlt. Lesen Sie hier mehr.