Die Gewinnerzeremonie der Hasselblad-Stiftung wird 2017 der niederländischen Fotografin Rineke Dijkstra gewidmet, die neben ihren fotografischen Arbeiten auch mit bewegten Bildern überzeugte. Dijkstra gilt laut der Stiftung als eine der bedeutsamsten Künstlerinnen in Bezug auf zeitgenössische Porträtfotografie.
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Rineke Dijkstra ist die Gewinnerin des Hasselblad Awards 2017. Die großflächigen Aufnahmen der Künstlerin behandeln Identitäten, die sich im Prozess des Erwachsenwerdens befinden. Die Fotoserien der Fotografin erinnern an die holländische Porträtmalerei des 17. Jahrhunderts und zeigen intime Aufnahmen der Modelle. Dennoch sind Dijkstras Arbeiten zeitgemäß, indem die Künstlerin die fließenden Übergänge zwischen starrer Portätaufnahme und Bewegtbild nutzt: Die Videoaufnahmen einer stationärer Kamera gleichen dynamischen Fotografien.
Intermediale Porträt-Interpretation
Eine Jury aus fünf internationalen Experten entschied sich für die Niederländerin aufgrund ihrer tiefgründigen Porträts. Nicht zuletzt durch die intermediale Umsetzung gelang es Dijkstra die Komplexität der Portätfotografie in ihren Arbeiten zu visualisieren.
„Ihre nahen Studien von jungen Menschen an der Schwelle zum Erwachsensein sind bezaubernd. Außerdem sind wir stolz, Rineke Dijkstra als erster Gewinnerin aus den Niederlanden, den Hasselblad Award zu verleihen.“
Christina Backman, Managerin der Hasselblad-Stiftung
Der Preis ist mit rund 100.000 Euro dotiert und gehört zu den weltweit angesehensten Auszeichnungen für Fotografen.
Rineke Dijkstra
Die Künstlerin Rineke Dijkstra wurde 1959 in Sittard geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Amsterdam, wo sie an der Gerrit Rietveld Academy ihren Abschluss machte. Eine umfassende Retrospektive ihrer Arbeit wurde im Solomon R. Guggenheim Museum in New York ausgestellt. Außerdem folgten Soloausstellungen in San Francisco, Chicago, Frankfurt am Main, Stockholm und Paris.

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